25.10.2014
„Arbeitnehmer müssen gerechten Anteil bekommen“

(Pressedienst 20/2014: IG Metall-Vize Jörg Hofmann auf der Vertrauensleute-Konferenz der IG Metall Bayern) Jörg Hofmann, 2. Vorsitzender der IG Metall, fasste vor 170 Delegierten der Vertrauensleute-Konferenz der IG Metall Bayern, im Kongresszentrum „Monarch“ in Bad Gögging die Erwartungen der Beschäftigten für die anstehende Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie zusammen.

Jörg Hofmann: „Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten ihren gerechten Anteil an gestiegenen Umsätzen, Gewinnen und Produktivität bekommen.“ Außerdem wird damit der Binnenmarkt gestärkt, was mittlerweile selbst Bundesbank und Europäische Zentralbank zu der Erkenntnis bewegt hat, dass höhere Tarifabschlüsse volkswirtschaftlich allen nützen.

Neben einer Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen geht es deshalb laut Hofmann, „um eine neue Bildungsteilzeit und eine bessere Altersteilzeit.“ Um Lebensarbeitszeit planen und gestalten zu können, braucht es faire Ausstiegsmöglichkeiten. Altersteilzeit darf nicht am Geld scheitern. Weiter formulierte Hofmann: „Wir wollen die Chance und das Recht auf eine Bildungsteilzeit verankern. Der demografische Wandel erfordert es in dieser Frage neue Wege zu gehen.“

Die Vertrauensleute-Konferenz war der Zwischen-Höhepunkt einer einwöchigen Aktionswoche, die in über 200 Betrieben der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie stattfand. Neben der Verteilung von über 276.000 Flugblätter zur Einstimmung auf die anstehende Tarifbewegung, fanden in und außerhalb von vielen Betrieben kreative und phantasievolle Aktionen statt, um die Beschäftigten über die Forderungsargumente der IG Metall zu informieren.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, bedankte sich in seinem Schlusswort für die zahlreichen Aktivitäten und forderte die Delegierten auf: „Es geht um mehr Geld, und es geht um mehr Zeit. Wir müssen jetzt schon beginnen Druck zu entwickeln. Denn eines muss uns klar sein, wenn wir es nicht schaffen, die Altersteilzeit in dieser Tarifrunde neu zu vereinbaren, dann ist sie weg. Wenn wir es nicht schaffen in der Tarifrunde die Bildungsteilzeit nach vorne zu bringen, dann wird es umso schwerer werden, das Thema Bildung nach vorne zu bringen.“

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