15.10.2014
Übernahmerekord 2013

Im vergangenen Jahr wurden rund zwei Drittel aller Ausgebildeten in Deutschland übernommen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Der seit Beginn der entsprechenden Erhebung 1996 einmalige Rekord wird allerdings auch von negativen Effekten begleitet.

(Grafik: IAB)

Wie das IAB am neunten Oktober mitteilte, haben immer mehr Betriebe Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen, was eine der Ursachen für die positive Entwicklung der Übernahme sein dürfte. Die noch in der Metall- und Elektro-Tarifrunde 2012 lautstark geäußerte Androhung der Arbeitgeber, die von der IG Metall geforderte - und durchgesetzte - generelle Übernahmeverpflichtung werde sich negativ auf den Ausbildungswillen der Unternehmen niederschlagen, wird damit ein weiteres Mal durch die Realität widerlegt.

Weniger erfreulich sind einige weitere Erkenntnisse für das Jahr 2013 aus dem IAB-Betriebspanel. So blieben unter anderem rund 20 Prozent der Ausbildungsplätze unbesetzt - nicht von ungefähr drängt die IG Metall in vielen Branchen, angesichts der demografischen Entwicklung die Attraktivität durch angemessene Arbeitsbedingungen zu erhöhen. Wider Erwarten ist parallel zum Anstieg der unbesetzten Ausbildungsstellen auch die Zahl der Jugendlichen gewachsen, die erst gar nicht einen Ausbildungsplatz gefunden haben. Der Anstieg von September 2012 (15.600) auf 2013 (21.000) ist alarmierend; das IAB beschränkt sich zurückhaltend auf den Kommentar, es gelte "regionale und berufliche Passungsprobleme zu lösen".


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