10.10.2014
IG Metall Bayern blickt auf Geschichte und Zukunft

(Pressedienst 19/2014: 50-jähriges Bestehen der IG Metall Weilheim) Zum 50-jährigen Bestehen der IG Metall-Verwaltungsstelle Weilheim blickte die IG Metall Bayern am 10. Oktober auf die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte zurück. Gleichzeitig schlug Bezirksleiter Jürgen Wechsler mit einem Ausblick auf die unmittelbar bevorstehende Metall- und Elektrotarifrunde 2015 den Bogen zur Zukunft.

Im Rahmen der Veranstaltung in Raisting ehrten die Erste Bevollmächtigte der Weilheimer IG Metall, Daniela Fischer, und Jürgen Wechsler über 230 langjährige Mitglieder mit insgesamt 9.040 Jahren Gewerkschaftsmitgliedschaft. Wechsler dankte ihnen für ihr Engagement: „Es gibt nicht viele Organisationen, die stolz sein können auf Kolleginnen und Kollegen, die ihnen seit so vielen Jahrzehnten die Treue halten. Gerade unsere älteren Kolleginnen und Kollegen blicken auf ein Leben zurück, das neben Angenehmem auch Turbulenzen und politische Stürme aufzuweisen hat.“

Seit Gründung der Verwaltungsstelle Weilheim im Jahr 1964 durch die Aufteilung der IG Metall Rosenheim hat die IG Metall vieles erreicht, von Entgelterhöhungen über Arbeitszeitverkürzungen und Altersteilzeit bis hin zur unbefristeten Übernahme der Auszubildenden in der Tarifrunde 2012. Von diesen historischen Meilensteinen zieht sich der Einsatz der IG Metall-Mitglieder wie ein roter Faden bis heute und in die Zukunft hinein. Wechsler ging in diesem Zusammenhang auf die bevorstehende Tarifrunde 2015 der Metall- und Elektroindustrie ein, in deren Mittelpunkt neben einer Entgeltforderung in noch nicht beschlossener Höhe die Forderungen nach Verbesserung der Altersteilzeit und Einführung einer Qualifizierungsteilzeit stehen werden. Beide Forderungen basieren auf den Ergebnissen der großen Beschäftigtenbefragung der IG Metall im Jahr 2013.

Wechsler begründete diese sogenannten qualitativen Forderungen: „Einen neuen Tarifvertrag zur Altersteilzeit brauchen wir schon allein deshalb, weil der bisherige aufgrund der Einführung der Rente mit 63 für langjährig Versicherte im März 2015 ausläuft. Gerade angesichts zunehmender Belastungen und Veränderungen der Arbeitsbedingungen bietet es sich an, im selben Zug auch dringend notwendige Verbesserungen für die Beschäftigten vorzunehmen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die starre Altersgrenze von 67 Jahren in vielen Bereichen der modernen Arbeitswelt unerreichbar ist - umso wichtiger werden für die Menschen faire Ausstiegsalternativen.“ Mit Blick auf die geforderte Qualifizierungsteilzeit verwies Wechsler auf den hohen Stellenwert aufstiegsorientierter Weiterbildung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Der schnelle Wandel der Arbeitswelt macht ständige Anpassung zwingend nötig, wobei nicht nur der unmittelbare Bedarf des Arbeitgebers maßgeblich sein darf: „Alle Beschäftigten müssen die Chance haben, sich durch verbindliche Bildungsansprüche ohne unzumutbare Einbußen in ihrer aktuellen Tätigkeit weiterzuentwickeln.“

Erste Vorgespräche zur Tarifrunde finden bereits statt, berichtete Wechsler: „Die Arbeitgeber lassen schon jetzt erkennen, dass sie unsere Forderungen ablehnen. Das ist für uns nicht neu, deshalb werden wir uns in allen Betrieben und Verwaltungsstellen auf eine schwierige und konfliktreiche Tarifrunde 2015 vorbereiten.“ Abschließend betonte er seine Zuversicht, auch diese Tarifrunde mit tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder erfolgreich durchzuführen: „Wir wollen mehr - Altersteilzeit, Qualifizierungsteilzeit und Geld, und diese Forderungen werden wir durchsetzen. Wenn das einfach wäre, dann müssten wir, die IG Metall, uns ja nicht darum kümmern!“

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