22.09.2014
1.500 gegen den Abbau

Der Aktionstag gegen die Abbaupläne für rund 1.700 Arbeitsplätze bei Osram hat am Montag ein starkes Zeichen gesetzt: In Augsburg demonstrierten über 1.500 Beschäftigte mit ihren Betriebsräten und der IG Metall gegen den Kahlschlag und forderten nachdrücklich konstruktive Alternativen.

Klare Ansage an Vorstandschef Dehen.

Osram-Jugend vorneweg.

Standortübergreifende Solidarität

Die TeilnehmerInnen in Augsburg kamen nicht nur aus den näher liegenden Standorten Schwabmünchen, Eichstätt und München, sondern auch aus Traunreut und Herbrechtingen. Unterstützung kam zusätzlich aus zahlreichen regionalen Betrieben anderer Unternehmen.

Wandel nur mit den Beschäftigten

Die IG Metall und die Beschäftigten betonten, dass sie den geplanten Abbau nicht akzeptieren, sondern weiter für die Traditionsbetriebe kämpfen. Der heutige Aktionstag stellt daher nur einen Auftakt dar, dem weitere Aktivitäten folgen werden. Irene Schulz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Mitglied im Osram-Aufsichtsrat, forderte ein Umdenken im Osram-Management: "Der aktuelle Technologiewandel kann nur mit und nicht gegen Beschäftigte gestemmt werden!"

Zukunftskonzept statt Kaputtsparen

Die IG Metall und der Betriebsrat fordern ein Zukunftskonzept für die deutschen Standorte mit Investitionen und Technologien für die traditionellen deutschen Standorte. Für die langfristige Zukunft darf Osram nicht nur auf die kurzfristige Rendite blicken, sondern muss auch in neue Technologien investieren, betonte der Vorsitzende des Augsburger Osram-Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats, Willi Sattler: "Wir brauchen für die deutschlandweiten Standorte ein Zukunftskonzept um Beschäftigung zu sichern und keinen Abbauplan, der weitere Millionen verschlingt." In die selbe Richtung mahnte Roberto Armellini, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Augsburg: "Die Konzepte und Ideen liegen auf dem Tisch, es ist eine Frage des Wollens und nicht des Könnens, der Vorstand von Osram muss sich nur bewegen."

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