17.07.2014
Siemens in Bayern

- unter diesem Titel fand am zehnten Juli in München eine Fachtagung mit 75 Betriebsräten und Vertrauensleuten aus bayerischen Siemens-Standorten statt. Gemeinsam mit hauptamtlichen IG Metall-VertreterInnen diskutierten sie aktuelle Themen und Entwicklungen im Unternehmen und berieten über betriebs- und unternehmenspolitische Konsequenzen.

Betriebsräte und -Vertrauensleute bei Siemens in Bayern.

IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler.

Birgit Steinborn, Vorsitzende des Siemens-Gesamtbetriebsrates.

Siemens 2020: gemeinsamer Erfolg

Zum Auftakt der bereits zum zweiten Mal stattfindenden Tagung zeichnete der Bezirksleiter der IG Metall Bayern, Jürgen Wechsler, die teils turbulenten Entwicklungen im Unternehmen in den letzten Monaten nach und würdigte die erfolgreiche, nach vorne gerichtete Vorgehensweise der Betriebsräte und der IG Metall: Der Arbeitnehmeransatz "Siemens 2020" hat viele KollegInnen erreicht, so dass auch der neu formierte Siemens-Vorstand um Joe Kaeser nicht mehr an ihm vorbei kommt. Die gute Arbeit hat sich auch in den Betriebsratswahlen niedergeschlagen, wo die KandidatInnen der IG Metall durchgängig konstant gute oder verbesserte Ergebnisse erzielen konnten. Als wesentliche aktuelle Herausforderung nicht nur bei Siemens betotne Wechsler die Stärkung der betriebs- und organisationspolitischen Basis.

Interessenausgleich zur Reorganisation

Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Birgit Steinborn, ging vor allem auf die erfolgreichen Verhandlungen über einen Interessenausgleich zur Neuaufstellung der Siemens AG ein. So ist es zum Beispiel gelungen, der Arbeitgeberseite ein klares Bekenntnis zum Ziel abzuringen, die Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten und auszubauen. Zudem wurden Zusagen hinsichtlich notwendiger Investitionen, Leitwerke, R&D, Personalplanung, Kompetenzmanagement und Marktausschöpfung in Deutschland vereinbart.

Einschätzungen und Ausblick

In einer Podiumsrunde berichteten Funktionäre aus Erlangen/Forchheim, Nürnberg, München-Perlach und Fürth aus ihren Standorten. Im Fokus stand dabei die Frage, welche Auswirkungen des Unternehmensumbaus für die Standorte zu erwarten sind und welche Ansätze des geschlossenen Interessenausgleichs besonders hilfreich sind, um möglichst viele Arbeitsplätze auf Dauer abzusichern. Reinhard Hahn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Siemens, ging unter anderem auf die Pläne zu einem Konzept für die Bahnsparte ein, auf dessen Grundlage man mit dem Management über deren weitere Entwicklung diskutieren wird. Am Nachmittag setzten sich die TeilnehmerInnen in Foren mit betriebspolitischen Themenfeldern und den daran geknüpften rechtlichen und politischen Fragestellungen und Handlungsmöglichkeiten auseinander.

» drucken


+++ Wir sind umgezogen! +++

Seit 1. Juli 2019 erreichen Sie uns hier:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79, Gebäude 32a
81541 München

 

 

Mehr Wert mit Tarif