22.05.2014
IG Metall sendet eindeutiges Signal an Siemens

(Pressedienst 11 / 2014: Siemens-Aktionstag der IG Metall am 23. Mai 2014) Die IG Metall Bayern sendet angesichts der Restrukturierungspläne der Siemens AG mit einem bundesweiten Aktionstag der Beschäftigten am 23. Mai ein eindeutiges Signal an die Unternehmensspitze. Bayern nimmt in diesem Zusammenhang aufgrund der Vielzahl der dort angesiedelten Siemens-Betriebe eine wichtige Rolle ein.

Der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler erklärte dazu am 22. Mai in München: „Eine Verschlankung der Strukturen und Prozesse auf Kosten der Standorte, der Beschäftigten und ihrer Arbeitsplätze werden wir nicht zulassen. Dafür treten die IG Metall, die Beschäftigten und die Betriebsräte bei Siemens geschlossen ein. Das Motto des Aktionstages, ‚One Siemens. Aber mit allen.‘, unterstreicht diese gemeinsame Position.“

Die IG Metall verlangt von Siemens eine tragfähige Deutschlandstrategie, die diesem wichtigen Leit- und Referenzmarkt langfristige Perspektiven eröffnet, so Wechsler: „Wir wollen eine Strategie, die vernünftige Investitionen in Betriebe, Forschung und Entwicklung gewährleistet. Wir wollen ein Personalkonzept mit sicheren Stammarbeitsplätzen und einem festen Beschäftigungsvolumen. Und wir wollen, dass in unruhiges Fahrwasser geratene Geschäfte und Bereiche nicht reflexartig abgestoßen, sondern aus eigener Kraft innerhalb der Siemens AG wieder flottgemacht werden.“

In Bayern beteiligen sich zahlreiche Siemens-Standorte an dem Aktionstag. Ein Schwerpunkt liegt in Erlangen, wo die geplante Auflösung der Sektorenebene sowie mehrerer Divisionen vermutlich mehrere tausend Arbeitsplätze auf unterschiedliche Art betreffen wird. Bei einer zentralen Kundgebung örtlicher Siemens-Betriebe ab neun Uhr auf dem Erlanger Rathausplatz werden unter anderem Jürgen Wechsler sowie der stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende Robert Kensbock sprechen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet München, wo die Beschäftigten mehrerer Betriebe ab 10 Uhr 30 vor dem Allacher Lokomotivenwerk zusammenkommen. Die dortige Belegschaft ist zusätzlich durch die Aussicht beunruhigt, dass Siemens seinen Bereich für Schienenfahrzeuge in ein mögliches Tauschgeschäft mit Alstom als Gegenleistung für dessen Energiesparte einbringen könnte. Die IG Metall wird dies nur akzeptieren, wenn entsprechende Bedingungen erfüllt werden, betonte Wechsler: „Die Beschäftigten haben bei Siemens mit der geltenden  Standort- und Beschäftigungssicherung weitgehend abgesicherte Arbeitsplätze. Siemens steht in der Pflicht, dass das auch in einer möglichen neuen Konstellation so bleibt. Eine Voraussetzung dafür ist aus Sicht der IG Metall, dass Siemens in einem wie auch immer gearteten Joint Venture maßgeblich Verantwortung übernimmt und langfristig engagiert bleibt. Dabei darf auch die Zukunft der betroffenen Alstom-Standorte nicht aus dem Blick geraten.“

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