30.04.2014
Tarifrunde HVI: 4,5 Prozent mehr Entgelt gefordert

Die Tarifkommission der IG Metall für die Holz- und Kunststoffverarbeitende Industrie hat nach einer intensiven Debatte einstimmig die Forderung für die Tarifrunde 2014 beschlossen: 4,5 Prozent mehr Entgelt und 60 Euro mehr Ausbildungsvergütung über eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Neben den Forderungen zum Entgelt will die IG Metall von den Arbeitgebern eine Gesprächsverpflichtung über den ungekündigten Tarifvertrag zur Verdienstsicherung. In diesem gibt es nämlich Unklarheiten und Auslegungsprobleme bei den Anspruchsvoraussetzungen, und die Formulierungen im bayerischen Vertrag weichen von anderer Bezirke ab.

Erste Verhandlung am siebten Mai

4,5 Prozent mehr Entgelt passen nach Überzeugung der Tarifkommission zur wirtschaftlichen Lage der Branche - schließlich hat deren Hauptverband selbst verkündet, dass wirtschaftliche Situation und Konsumlaune zunehmend besser werden. Auch für die Beschäftigten ist die Forderung fair, um ihre Leistung mit gestärkter Kaufkraft zu honorieren. Die Arbeitgeber werden ihre Vorstellungen dazu bei der ersten Verhandlung am siebten Mai vorlegen können.

Mehr Entgelt gibt's nicht geschenkt

Nun wird es darum gehen, die Forderungen auch durchzusetzen. Die IG Metall ruft daher alle Beschäftigten auf, gemeinsam ein Gegengewicht zu den Vorteilen der Arbeitgeber zu schaffen - durch das Eintreten für die Forderungen, aber auch durch eine Mitgliedschaft. Wie in jeder Tarifrunde und jeder Auseinandersetzung hat die IG Metall nur so viel Einfluss und Durchsetzungsfähigkeit, wie sie Mitglieder hat. Eine vernünftige Tariferhöhung fällt nicht vom Himmel und ist auch kein Geschenk der Unternehmer, sondern muss erstritten werden!


Ausführlichere Informationen über Start und Verlauf der Tarifrunde enthalten unsere Tarifnachrichten, die man als PDF im Tarifbereich herunterladen kann.

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