29.04.2014
IG Metall Bayern fordert Sicherheit für Siemens-Beschäftigte

(Pressedienst 07 / 2014: Stellungnahme zu potenziellem Deal zwischen Siemens und Alstom) Die IG Metall stellt sich nicht generell gegen ein mögliches Geschäft zwischen Siemens und dem französischen Alstom-Konzern, wenn dabei die Sicherheit von Beschäftigung und Standorten der betroffenen Siemens-Sparte Mobility zuverlässig gewährleistet wird.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, fasste die Position am Dienstag Vormittag zusammen: „Eine zwingende Voraussetzung für den geplanten Tausch von Siemens‘ Zugsparte gegen Alstoms Energiebereich sind natürlich umfassende Garantien für die Sicherheit der Beschäftigung und aller betroffenen Siemens-Standorte.“ Dabei geht es für die IG Metall auch um den Erhalt traditioneller Kompetenz und Spitzentechnologie im Schienenfahrzeugbau in Deutschland. Die IG Metall Bayern erwartet vor diesem Hintergrund, dass Siemens im Zusammenschluss mit Alstoms Zugsparte langfristig die Federführung oder zumindest entscheidenden Einfluss behält.

Unter diesen Bedingungen ist das geplante Geschäft aus Sicht der IG Metall Bayern grundsätzlich vorstellbar und folgt einer gewissen industriellen Logik, erklärte Wechsler: „Wenn Rahmen und Fundament stimmen, kann die daraus entstehende Struktur industrie- und europapolitisch durchaus interessant sein, und bietet vermutlich mehr Vorteile, als wenn ein US-Konzern sich einen wichtigen Bestandteil europäischer Industrie einverleibt.“

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