10.04.2014
IG Metall Bayern fordert weitere Schritte nach der EEG-Novelle

(Pressedienst 05 / 2014: Politik und Wirtschaft in Bayern zur Umsetzung der Energiewende gefordert) Die IG Metall Bayern begrüßt den Kabinettsbeschluss zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG): "Die Bundesregierung zieht endlich die Bremskeile weg, an denen die Umsetzung der Energiewende viel zu lange festgesessen hat", erklärt IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler.

Wechsler weiter: "Damit entsteht eine gesetzliche Grundlage, die die Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt und verlässliche Rahmenbedingungen für Energiewende, technologische Investitionen und qualifizierte Beschäftigung schafft. Die Einigung mit der EU-Kommission ermöglicht eine vernünftige Verteilung der Kosten."

Der Kompromiss der Koalitionsparteien kommt gleichermaßen industriepolitischen und ökologischen Forderungen entgegen, für die sich die IG Metall Bayern seit Beginn der Debatte um die Energiewende konsequent einsetzt. Nun sind aus ihrer Sicht die bayerische Staatsregierung und die Wirtschaft gefordert, sich klar zu positionieren: "Wer die Energiewende wirklich will, kann sich auf Dauer nicht um die weniger beliebten Aspekte herumdrücken", betont Wechsler. Dazu gehören nicht nur Windräder als unverzichtbare Säule der Erzeugung erneuerbarer Energie, sondern auch die Trassen für deren Transport. Die IG Metall Bayern hat sich wiederholt für den sinnvollen Um- und Ausbau der Stromnetze ausgesprochen, über die umweltfreundlicher Strom zu den Endabnehmern gelangen muss. Es ist Aufgabe der Landesregierung, dafür Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen, die Versorgungssicherheit, tragfähige Kostenstrukturen für Industrie und private Verbraucher sowie ökologische Aspekte zusammenführen.

Wechsler fordert in diesem Zusammenhang auch die bayerische Wirtschaft nachdrücklich auf, sich ohne Umschweife zur Energiewende zu bekennen und für ihre Umsetzung einzutreten: "Bayerns Unternehmen brauchen für ihre Zukunftsfähigkeit saubere Energie, sonst werden ihre Leistungskraft, ihre Wettbewerbsfähigkeit und letztlich auch ihrer Arbeitsplätze in unverantwortlicher Weise aufs Spiel gesetzt. Von daher ist mir unverständlich, warum sich die Industrie- und Arbeitgeberverbände ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit ausgerechnet bei diesem Thema so diskret im Hintergrund halten."

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