04.04.2014
Mindestlohn: breite Wirkung in Bayern

Nach Berechnungen des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) können in Bayern rund eine Million abhängig Beschäftigte vom Mindestlohn profitieren. Der DGB Bayern kündigt in diesem Zusammenhang an, sich gegen jeden Versuch zu stemmen, den Mindestlohn zu unterlaufen.

Lohndumping im Vorzeigeland

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Matthias Jena, äußerte sich zu den Zahlen des IAQ, das eine Auswertung von Daten des Sozialökonomischen Panels (SOEP) vorgenommen hat: "Sie belegen das enorme Ausmaß des Lohndumpings auch im Vorzeigeland Bayern. Wir brauchen jetzt den gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro ohne Ausnahmen, damit eine Million Menschen in Bayern etwas gerechter für ihre Arbeit bezahlt werden."

Würde kennt keine Ausnahmen

Der DGB will sich daher mit unverändertem Nachdruck für die Durchsetzung des Mindestlohns einsetzen, kündigte Jena an, denn: "Arbeit ist Arbeit und muss mit mindestens 8,50 Euro in der Stunde entlohnt werden. Denn: Würde kennt keine Ausnahmen." Mit diesem Ziel fordern die Gewerkschaften auch wirksame Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns durch entsprechende Kapazitäten in den zuständigen Behörden und eine Informations- und Beschwerde-Hotline für Betroffene.

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