28.03.2014
IG Metall Bayern fordert Sicherung von Beschäftigung und Standorten des Airbus-Konzerns in Bayern

(Pressedienst 04/2014: Treffen von Arbeitnehmervertretern der bayerischen Airbus-Betriebe) Angesichts der Pläne der Airbus Group für den Abbau von 2.440 Arbeitsplätzen an deutschen Standorten in den kommenden drei Jahren bangen viele Beschäftigte um ihre Existenz. Bayern ist besonders betroffen, da der größte Anteil am Abbau in der Airbus-Sparte Defence & Space geplant ist, deren Standorte überwiegend im Freistaat liegen.

Die IG Metall Bayern hat vor diesem Hintergrund bei einem Treffen von Arbeitnehmervertretern der bayerischen Betriebe des Airbus-Konzerns ihre Forderungen zur Zukunft der Beschäftigung und der Standorte des Unternehmens formuliert.

An dem Treffen am 28. März 2014 in München nahmen betriebliche Vertreter aller betroffenen Airbus-Standorte sowie Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, und Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Hauptkassierer der IG Metall sowie verantwortlich für das Ressort Luft- und Raumfahrt, teil. Wissenschaftliche Aspekte brachte Markus Hasinger vom Center for Technology and Innovation Management der Hochschule der Bundeswehr in München ein, die Politik war durch die Landtagsabgeordneten Annette Karl (wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag) und Kerstin Schreyer-Stäblein (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU im Bayerischen Landtag) vertreten.

An oberster Stelle der Forderungen steht der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen, wie Wechsler nachdrücklich betonte: „Seit Bekanntwerden der geplanten Umstrukturierungen spricht das Airbus-Management über betriebsbedingte Kündigungen. Die dadurch entstehende Angst der Beschäftigten als Druckmittel zu instrumentalisieren, ist inakzeptabel. Wir fordern Airbus auf, ohne Wenn und Aber auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.“

Als betriebswirtschaftlichen Fehlgriff kritisiert die IG Metall Bayern, das Ziel einer Rendite von zehn Prozent bis zum Jahr 2015 über eine zukunftssichernde Geschäftsentwicklung zu stellen. Entsprechende Weitsicht verlangt sie ebenfalls hinsichtlich des Erhalts technologischer Kompetenz und hochqualifizierter Beschäftigung in Bayern. In diesem Zusammenhang nimmt sie ausdrücklich auch die Politik in die Pflicht, so Wechsler: „Private und öffentliche Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sichern die Zukunftsfähigkeit sowohl beschäftigungs-, als auch industriepolitisch. Die Finanzierung strategisch wichtiger Programme im zivilen wie im militärischen Bereich wird auch in Zukunft nicht ohne staatliche Unterstützung funktionieren.“ Eine weitere Forderung bezieht sich auf die notwendige Planungssicherheit für Unternehmen und Beschäftigte, die nicht immer wieder durch nachträgliche Veränderung bereits erteilter öffentlicher Aufträge untergraben werden darf. Sind solche Änderungen, beispielswiese die Reduktion georderter Stückzahlen, unumgänglich, muss die Politik die Verantwortung für die Folgen übernehmen.

Besondere Verantwortung in der Frage, wie es mit Airbus in Bayern weitergeht, trägt aus Sicht der IG Metall die Bayerische Staatsregierung, die nicht in einer abwartenden Haltung verharren darf, wie Wechsler bekräftigte: „Wir erwarten von der Staatsregierung, dass sie Lösungen für den Erhalt von Airbus-Arbeitsplätzen und -Standorten findet.“

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