12.03.2014
Petition gegen Freihandelsabkommen zwischen EU und USA

Die IG Metall hat sich mit klaren Worten gegen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA in der geplanten Form ausgesprochen, das vor allem wichtige Schutzmechanismen für Verbraucher und Arbeitnehmer aushöhlen würde. Eine entsprechende Petition beim Deutschen Bundestag kann noch bis Donnerstag mitgezeichnet werden. [Update 13.03.]

... so sieht's aus, wenn man mitzeichnet.

[Update 13.03.] Die Mitzeichner der Petition haben im Verlauf des Donnerstages einen rasanten Endspurt hingelegt. Die erforderliche Anzahl von 50.000 Stimmen wurde am Vormittag deutlich übertroffen.


"Der Deutsche Bundestag möge die Bundesregierung auffordern, sich gegen das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen der EU und den USA auszusprechen." - so lautet die Petition 48994.

Verbraucher- und Beschäftigtenrechte auf kleinstem Nenner?

Die Kritik der IG Metall und anderer DGB-Gewerkschaften richtet sich vor allem gegen die Absenkung von Verbraucher- und Arbeitnehmerrechten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner, der meist aus den vergleichsweise niedrigen US-Standards stammt. Aus gewerkschaftlicher Sicht besonders bedenklich in diesem Zusammenhang ist, dass die USA nicht einmal die ILO-Kernarbeitsnormen vollständig ratifiziert haben; kein gutes Zeichen für die dortige Balance zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen.

Einmal unterzeichnet sind die Bestimmungen des Abkommens obendrein praktisch unwiderruflich, weil Änderungen nur mit Zustimmung sämtlicher Partner möglich sind - die wenigen Nutznießer können sich mit Verweis auf diese Bedingung entspannt zurücklehnen und jede Kritik mit bedauerndem Schulterzucken ignorieren.


»zur ausführlichen Stellungnahme der IG Metall

» zur Petition 48994 online

» drucken


+++ Wir sind umgezogen! +++

Seit 1. Juli 2019 erreichen Sie uns hier:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79, Gebäude 32a
81541 München

 

 

Mehr Wert mit Tarif