03.02.2014
Wieder Protest bei Bosch-Rexroth

Vergangenen Dezember verkündete Bosch-Rexroth in Lohr die Absicht, 100 Arbeitsplätze im Aggregatebau nach Chemnitz und in die tschechische Republik abzuziehen. Auf massiven Protest am 11. Dezember folgten mehrere Gespräche, in denen die Arbeitnehmer konstruktive Alternativen darstellten. Jetzt will die Geschäftsführung ihren ursprünglichen Plan dennoch rigoros durchziehen.

Vier vor Zwölf in Lohr

In den Gesprächen hatten die Betriebsräte Vorschläge gemacht, wie man die Rentabilität des Aggregatebaus am Standort steigern könnte. Dabei geht es wie so oft nicht "nur" um die unmittelbar betroffenen KollegInnen und ihre Arbeitsplätze, denn der mit dem Abzug des Bereiches einhergehende KnowHow-und Kompetenz Verlust würde gleichzeitig den gesamten Standort schwächen.

Vergangene Woche trafen sich Vertreter aus Betriebsrat und Unternehmensleitung zur vierten Gesprächsrunde. Eine deutliche Annäherung gab es jedoch nciht, geschweigen denn einen Durchbruch. Im Gegenteil: Die vorgelegten Verbesserungsideen sollen zwar in die künftige Arbeit einfließen, das aber in Chemnitz und Brünn. Schon ab April sollen die Aufträge für den Lohrer Aggregatebau an andere Standorte umgeleitet werden.

Angesichts dieser Entwicklung ruft die zuständige IG Metall Aschaffenburg für Mittwoch, den fünften Februar um vier vor Zwölf erneut zu einer Protestkundgebung auf. Im Dezember hatten deutlich über 2.000 Menschen sich an der Kundgebung auf dem Werksgelände beteiligt, dieses Mal wird die Demonstration auf dem Schlossplatz in Lohr noch schwerer zu übersehen sein.


Die Bosch Rexroth AG entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Mannesmann Rexroth AG mit dem Geschäftsbereich Automatisierungstechnik der Robert Bosch GmbH und ist seitdem eine 100%ige Bosch-Tochter. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben über 37.500 Menschen in 80 Ländern, gut 28.000 davon in Europa. Lohr am Main ist Unternehmenssitz.

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