30.01.2014
Mehr Mitglieder und stabile Lage

In München informierte die IG Metall Bayern bei ihrer Jahrespressekonferenz am 30. Januar die Medien über das zurückliegende Jahr und gab einen Ausblick auf 2014. Die Kernaussagen: Die IG Metall ist in Bayern gut aufgestellt und in einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld für die kommenden Herausforderungen gerüstet.

Stabile Lage und zuversichtliche Erwartungen in den bayerischen M+E-Betrieben.

Die Anzahl der IG Metall-Mitglieder ist in Bayern 2013 zum dritten Mal in Folge größer geworden. Im Dezember 2013 gab es mit insgesamt knapp 370.000 Mitgliedern über 2.500 mehr als 2012 und gut 15.000 mehr als im Dezember 2010. Prozentual besonders stark stieg der Mitgliederstand in den besonders wichtigen Gruppen der Betriebsangehörigen, der jungen Menschen unter 27 Jahren und der Auszubildenden, wie Bezirksleiter Jürgen Wechsler vortrug.

M+E in Bayern: stabile Entwicklung

Nach einem Rückblick auf die erfolgreiche Metall- und Elektrotarifrunde 2013 ging er auf die wirtschaftliche Lage ein, zu deren Einschätzung die IG Metall Bayern in den vergangenen Wochen über 250 Betriebsratsvorsitzende aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie ausführlich zur Situation in ihren Betrieben mit insgesamt fast 300.000 Beschäftigten befragt hat. Das daraus entstehende Bild zeigt eine weiter stabile Entwicklung der Metall- und Elektroindustrie in Bayern mit zufriedenstellenden Zahlen bei Auftragseingang, Auslastung und Beschäftigung. Über 55 Prozent der Betriebe melden eine gute oder sehr gute Auslastung, weiter über 30 Prozent bewerten sie als zufriedenstellend; weniger als 14 Prozent rechnen in den nächsten sechs Monaten mit einer Verschlechterung.

Entsprechend relativ gut ist die Beschäftigungslage. Knapp 92 Prozent der Betriebe haben und planen derzeit keine Kurzarbeit, gleichzeitig ist die Leiharbeit tendenziell rückläufig. Auch die Ausbildung und die Übernahme nach dem Ausbildungabschluss sind stabil. Wechsler fasst vor diesem Hintergrund zusammen: "Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund für die Arbeitgeber, über die Arbeitsvorhaben der neuen Regierung zu jammern. Die Arbeitgeber haben aufgrund des Tarifabschlusses ein hohes Maß an Planungssicherheit."

Bewertung des Koalitionsvertrages

Ausführlich ging der Bezirksleiter auf den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ein. Der gesetzliche Mindestlohn von acht Euro 50 stößt auf deutliche Zustimmmung, die Diskussion um eine ganze Reihe Ausnahmen über Auszubildende, Praktikanten und ehrenamtliche Beschäftigten hingegen auf nachdrückliche Ablehnung. Die IG Metall begrüßt darüber hinaus den Ansatz, sinkenden Tarifbindungsquoten mit der Allgemeinverbindlichkeit und Anpassungen des Arbeitnehmerentsendegesetzes zu begegnen sowie die Regelungen zur Leiharbeit. Ähnlicher Handlungsbedarf besteht bei Regelungen zu Werkverträgen, für die der Koalitionsvertrag beispielsweise bei Informations- und Mitbestimmungsrechten der Betriebsräte nicht ausreichend weit greift.

Schwerpunkte 2014

Neben der Vorbereitung der Tarifrunde 2015, über deren mögliche qualitative Forderungen bereits jetzt die Diskussion beginnt, stehen zunächst die nahenden Betriebsratswahlen im Fokus der IG Metall Bayern. In über 1.500 Betrieben der Metall- u. Elektroindustrie, des Handwerks, der Branchen Textil uind Bekleidung sowie Holz und Kunststoff werden insgesamt mehr 12.000 Betriebsratsmitglieder gewählt. Die IG Metall strebt an, die Zahl der Betriebe mit Betriebsräten, die Anzahl der Betriebsratsgremien insgesamt und den Organisationsgrad der Betriebsratsmitglieder zu erhöhen. Die inhaltlichen Themen richten sich an den Ergebnisse der großen Beschäftigtenbefragung im Jahr 2013 aus; dasselbe gilt für die im Herbst folgenden Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen sowie der Schwerbehindertervertretungen.

Um Wahlen geht es auch bei den Kommunal- und Europawahlen. Wie schon bei den Land- und Bundestagswahlen im vergangenen Jahr wird sich die IG Metall hier einmischen, um die Wahlbeteiligung zu fördern sowie Positionen und Ziele der ArbeitnehmerInnen in den Vordergrund zu rücken.

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