27.01.2014
Berufsausbildung zahlt sich aus

Die junge Generation, ihre Arbeitsbedingungen und der sozial- und bildungspolitische Aspekt ihrer Zukunftsperspektiven sind ein zentrales Ziel der Anstrengungen der IG Metall. Unter anderem geht es um die Qualität der Ausbildung; deren Bedeutung für die individuellen Lebensbedingungen unterstreicht eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Durchschnittlicher Lebensverdienst nach Bildungsabschluss (Quelle / Copyright: IAB-Berechnungen)

"Berufsausbildung bringt rund 250.000 Euro" überschreibt das IAB der Bundesagentur für Arbeit zusammenfassend seine Mitteilung zu der Studie, die finanzielle Auswirkungen verschiedener Bildungsabschlüsse über das gesamte Erwerbsleben untersucht. Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung verdienen demnach durchschnittlich 250.000 Euro mehr als welche ohne. Erwartungsgemäß machen sich auch Abitur und Fachhochschul- oder Universitätsabschluss mit jeweils durchschnittlich rund 500.000, 900.000 Euro beziehungsweise 1.250.000 Euro in barer Münze bezahlt.

Wachsende Unterschiede

Während die Durchschnittsentgelte der verschiedenen Bildungsniveaus beim Anfang des Erwerbslebens noch relativ eng beiander liegen, entwickeln sie sich bis zum 40. Lebensjahr zunehmend auseinander, so die Forscher: Dann "verdienen Abiturienten durchschnittlich mehr als das Eineinhalbfache, Fachhochschulabsolventen mehr als das Doppelte und Universitätsabsolventen fast das 2,7-Fache im Vergleich zu Personen ohne Berufsausbildung und Abitur." Später werden die Abstände wie etwas kleiner, bleiben aber durchaus deutlich.

Abschließend interessant ist ein Hinweis auf das, was in einem gesamten Erwerbsleben verdient wird - wenn die immer größere Tendenz zu "Brüchen" darin keinen Strich durch die Rechnung macht. Ohne Berufsausbildung kommt man in Schnitt auf immerhin gut eine Million Euro, mit Berufsausbildung auf 1,3 Millionen, als Abiturient auf knapp 1,6 Millionen, mit einem Fachhochschulabschluss auf zwei und als Universitätsabsolvent schließlich auf 2,3 Millionen Euro.


» IAB-Kurzbericht: Lebensverdienste nach Qualifikation

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