12.11.2013
IG Metall Bayern und BUND Naturschutz warnen: Energiewende und Atomausstieg in größter Gefahr

(Pressedienst 45 / 2013: Gemeinsamer Brandbrief an Ministerpräsident Horst Seehofer) Eine ungewöhnliche Koalition aus der Gewerkschaft IG Metall Bayern und dem BUND Naturschutz sieht die Energiewende in Bayern und den Atomausstieg in größter Gefahr. In einem Brandbrief an Ministerpräsident Horst Seehofer und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner fordern sie in den aktuellen Koalitionsverhandlungen bessere Rahmenbedingungen für die Energiewende und den weiteren Ausbau der Windkraft.

„Die Energiewende muss den Ausstieg aus der Atomkraftnutzung wie den Umstieg auf eine postfossile Energieerzeugung beschleunigen. Ohne einen Masterplan, der die notwendigen Maßnahmen für dieses Jahrhundertprojekt deutschlandweit und in den jeweiligen Bundesländern koordiniert, wird die Energiewende nicht gelingen. Auch mit Blick auf den Freistaat treibt uns die Sorge um, dass die bisher nur unzureichend umgesetzte Energiewende sowie die nicht ausreichenden politischen Rahmenbedingungen Arbeitsplätze gefährden“, so IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler.

„Wir erwarten vor allem ein klares Bekenntnis der Staatsregierung und verbindliche Ziele im Koalitionsvertrag zur Energieeinsparungen und zum  weiteren naturverträglichen Ausbau von Windkraftwerken und Solaranlagen“, so BN-Landesvorsitzender Hubert Weiger. Bleibe es bei den bisherigen Verhandlungsergebnissen der Koalitionsarbeitsgruppe stehe die Windkraft in ganz Süddeutschland vor dem Aus. Bei Abstandsregelungen um 2000 Meter und einer geringeren Einspeisevergütung würden in Bayern so gut wie keine Windkraftwerke von  Bürgerenergiegenossenschaften oder Kommunen mehr gebaut.

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