01.07.2013
Nokia Siemens Networks: In Zukunft nur noch Nokia

Der künftige Name von Nokia Siemens Networks ist noch offen, alles andere aber steht fest: Siemens verkauft seine Hälfte an dem Joint Venture für rund 1,7 Milliarden Euro an Nokia und zieht damit einen Schlussstrich unter seinen Ausstieg aus der früheren Kommunikationssparte.

NSN-Protest im Jahr 2012: In Zukunft wird die Münchner Siemens-Zentrale die falsche Adresse sein.

Die entsprechende Technologie verabschiedet sich mit diesme Schritt wohl endgültig aus der deutschen Unternehmenslandschaft. Der am Montag in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekanntgegebene Verkauf bedarf formal noch der Zustimmung der Kartellbehörden und soll im dritten Kalenderquartal abgeschlossen werden, dann wird NSN eine 100prozentige Tochter von Nokia. Siemens beendet damit einen Weg, der mit der COM-Ausgliederung begann und spätestens mit Abgabe der operativen Führung an Nokia absehbar wurde.

Aus Arbeitnehmersicht ist die Übernahme durch Nokia zumindest einem Einstieg branchenfremder Finanzinvestoren oder asiatischer Wettbewerber vorzuziehen. Nokia steht nun in der Pflicht, als Rechtsnachfolger sämtliche laufenden Verträge und Vereinbarungen fortzuführen - einschließlich der aus der letzten Restrukturierung, unter anderem also der Verpflichtungen in den Transfergesellschaften.

Strategisch erwarten Betriebsräte und IG Metall, dass Nokia die Neuausrichtung von NSN weiter vorantreibt und damit die Zukunftsperspektiven des Unternehmens sichert. Industriepolitisch allerdings ist der endgültige Ausstieg Siemens' so oder so kritisch zu sehen - deutsche Unternehmen, die in der Schlüsseltechnologie mobiler Breitbandnetze aktiv sind, gehören bald der Vergangenheit an.

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