28.06.2013
IG Metall Bayern zieht positive Bilanz der vergangenen zwölf Monate

(Pressedienst 36/2013) Die IG Metall Bayern hat am Freitag (28.02.2013) in Nürnberg ihre zweitägige Bezirkskonferenz begonnen. Bezirksleiter Jürgen Wechsler zog vor rund 100 Delegierten und zahlreichen Gästen am Nachmittag eine insgesamt positive Bilanz der zurückliegenden Monate.

Wechsler: „Wir sind seit der letzten Bezirkskonferenz im Juli 2012 mehr Mitglieder geworden, wir haben eine erfolgreiche Metall- und Elektrotarifrunde hinter uns und sind stolz, nach vielen Jahrzehnten wieder Pilotbezirk zu sein. Und wir haben die ersten regionalen Aktionstage in Ingolstadt und Augsburg erlebt, mit denen wir vor den Wahlen in diesem Jahr unübersehbar deutlich machen, dass wir eine andere Politik wollen.“

Die IG Metall Bayern hat im Jahr 2012 mit über 26.000 Neuaufnahmen zum dritten Mal in Folge eine positive Mitgliederentwicklung verzeichnet und zählt zur Zeit über 365.000 Mitglieder. Gleichzeitig festigte sie mit einem überproportionalen Anstieg von Mitgliedern unter 27 Jahren erneut ihre Stellung als größte politische Jugendorganisation in Bayern; aktuell gehören ihr fast 50.000 Menschen dieser Altersgruppe an. Deutlich gestiegen ist außerdem der Anteil von Frauen, der ebenfalls beständig zunimmt und aktuell bei rund 73.000 Mitgliedern liegt. Glückwünsche sprach Matthias Jena, Vorsitzender des bayerischen DGB, der IG Metall Bayern zu ihrer Mitgliederentwicklung aus: „Fast alle Großorganisationen verlieren Mitglieder. Den Gewerkschaften in Bayern ist es gelungen, diesen Trend zu stoppen - die IG Metall hat daran den Löwenanteil!“

Einer der Gründe für die positive Entwicklung des Anteils junger Mitglieder ist die in der Tarifrunde 2012 erreichte grundsätzlich unbefristete Übernahme Ausgelernter. Wechsler fasste deren bisherige Umsetzung zusammen: „Wir freuen uns, dass bereits im ersten Jahr der unbefristeten Übernahmeregelung zwei Drittel aller Ausgelernten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und weitere 27,4 Prozent wenigstens befristet für zwölf Monate übernommen wurden.“ Die damals geäußerte Befürchtung der Arbeitgeber, eine Übernahmeverpflichtung gefährde Ausbildungsplätze, haben sich nicht bewahrheitet, betonte Wechsler in diesem Zusammenhang: „Im Gegenteil, vor allen in den tarifgebundenen Betrieben, in denen unbefristete Übernahme gilt, steigen die Ausbildungszahlen für 2013 sogar an!“

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