19.06.2013
Beschäftigtenbefragung: Klares Bild aus Bayern

Rund 124.000 der bundesweit über 500.000 von der IG Metall befragten Beschäftigten stammen aus Bayern. Ihre Antworten ergeben ein klares Bild, das maßgeblich in die Arbeit der IG Metall Bayern einfließen wird. Gleichzeitig lassen sich aus den Antworten Erwartungen an die Politik ableiten, für die die IG Metall im Vorfeld von Land- und Bundestagswahlen mobilisiert.

Klare Aussagen - zum Beispiel zu Leiharbeit, Werkverträgen und Equal Pay.

Mehr Beteiligung ...

Die Gesamtergebnisse der in dieser Form und diesem Umfang wohl einmaligen Beschäftigtenbefragung "Arbeit - sicher und fair!" präsentierten die IG Metall-Vorsitzenden Berthold Huber und Detlef Wetzel am Dienstag in Frankfurt. Verbunden damit waren ein klares Bekenntnis zu mehr Beteiligung und die Aufforderung an die Politiker aller Parteien, ihrerseits ebenfalls auf die Vorstellungen und Erwartungen der Mehrheit der Menschen einzugehen: "Sie diskutieren im Wahlkampf 2013 bisher völlig an den Menschen vorbei. Die Beschäftigten wollen eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, faire Altersübergänge, gerechte Bildungschancen, und sie wollen Beruf und Familie vereinbaren."

... mit klaren Schwerpunkten

Eine erste Auswertung der Befragung für Bayern stellte IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler am 19. Juni in München bei einer Pressekonferenz dar. Auch für die bayerischen Beschäftigten steht im Mittelpunkt gute Arbeit, geknüpft an eindeutige Kriterien: Für jeweils weit über 90 Prozent der Befragten definiert sie sich durch unbefristete Arbeitsverträge, ausreichende und verlässliche Einkommen, gutes Betriebsklima und planbare Arbeitszeiten. Auch hier äußert sich der Wunsch nach mehr Beteiligung, für 88 Prozent sind Mitsprachemöglichkeiten bei der Arbeit sehr wichtig oder wichtig.

Ein weiteres heißes Eisen sind Niedriglohnsektor und prekäre Beschäftigung. Jeweils über 90 Prozent der Befragten sprechen sich für eine gesetzliche Regelung von Leiharbeit und Werkverträgen und das Equal Pay-Prinzip aus und sind für einen gesetzlichen Mindestlohn. Ebenfalls über 90 Prozent sind gegen die Rente mit 67, und haben dafür handfeste Gründe: Fast die Hälfte (46%) der Befragten geht davon aus, ihren beruflichen Anforderungen nicht bis zur Rente gewachsen zu sein.

Gut betreut und beteiligt

Einen Lichtblick stellt vor diesem Hintergrund die Einschätzung der Arbeit der IG Metall, ihrer Betriebsräte und der Vertrauensleute dar. Über 75 Prozent der Beschäftigten fühlen sich durch sie gut betreut und repräsentiert. Damit das nicht nur so bleibt, sondern noch besser wird, fließen die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung in die gewerkschaftlichen Kernaufgaben und die Arbeit der IG Metall ein.

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