04.06.2013
Hochwasser: Agentur für Arbeit will unbürokratisch helfen

Mit Blick auf die extreme Hochwasserlage in Bayern und anderen Regionen kündigt die Agentur für Arbeit unbürokratische Unterstützung für Unternehmen und Arbeitslose an: "Keine Nachteile für Arbeitslose - Kurzarbeitergeld für Unternehmen."

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Regionaldirektion Bayern betonte in einer Pressemitteilung vom Dienstag, die Bundesagentur werde den vom Hochwasser betroffenern Menschen nicht noch zusätzliche Sorgen aufhalsen: "Arbeitslosen und Unternehmen bieten wir unbürokratische Unterstützung an. Die Betroffenen sollen sich keine weiteren Sorgen um ihren Lebensunterhalt machen müssen." Ähnliche Mitteilungen gab es in den anderen betroffenen Regionen.

Für Arbeitslose bedeutet das im Wesentlichen, dass ihnen keine Nachteile entstehen sollen, wenn sie durch das Hochwasser Termine mit der Agentur für Arbeit platzen lassen. Ein kurzer Anruf sei gewünscht, so die BA, aber auch anderenfalls gelte die aktuelle Lage als ausreichender Grund. Dies gelte nicht nur für unmittelbar Betroffene, sondern auch für freiwillige HelferInnen.

Unternehmen verspricht die BA unbürokratische und schnelle Beratung beziehungsweise Bearbeitung im Zusammenhang Arbeitsausfall durch das Hochwasser: "Damit es nicht zu Entlassungen oder finanziellen Einbußen kommt, beraten die Arbeitsagenturen zu den Voraussetzungen und bewilligen schnell und unkompliziert." Bleiben zu guter Letzt örtliche Arbeitsagenturen wie derzeit in Passau wegen der Fluten geschlossen, sollen daraus ebenfalls niemandem Nachteile entstehen.


Die Regionaldirektion Bayern der Arbeitsagentur bietet unter 0800 4 5555 20 eine kostenlose Hotline an, bei der Unternehmen direkte Ansprechpartner für die Beantragung von Kurzarbeitergeld erfragen können. ArbeitnehmerInnen bzw. Arbeitsuchende können sich unter 0800 4 5555 00 über eventuelle Ausfälle ihrer örtlichen Agentur informimeren.

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