23.05.2013
Abschluss im Kfz-Handwerk

Nach intensiven Verhandlungen haben sich die IG Metall Bayern und die Arbeitgeber des bayerischen Kfz-Handwerkes am 22. Mai auf ein Verhandlungsergebnis für die insgesamt rund 128.000 Beschäftigten der Branche im Freistaat geeinigt.

Warnstreik bei der Münchner Mahag am Tag vor der letzten Verhandlung: Der Einsatz hat sich gelohnt.

Zweimal 2,8 Prozent für 24 Monate

Eine erste Erhöhung der Entgelte ab 1. Juli 2013 eine zweite ab 1. August 2014 um jeweils um 2,8 Prozent - das sind die Eckzahlen der Einigung, die am Mittwoch nach etlichen Stunden vereinbart wurde. Die Ausbildungsvergütungen steigen um jeweils 15 Euro im ersten und 25 Euro im zweiten bis vierten Ausbildungsjahr. Die Laufzeit des Tarifvertrages beginnt am 1. Mai 2013 und endet am 30. April 2015.

Die Tarifkommission der IG Metall für das bayerische Kfz-Handwerk nahm das Ergebnis einstimmig an. Verhandlungsführer Josef Brunner von der IG Metall Bayern zeigte sich mit blick auf die Rahmenbedingungen zufrieden: "Trotz der momentan etwas durchwachsenen Branchensituation konnten wir ein Abkoppeln des Kfz-Handwerks von der allgemeinen Einkommensentwicklung verhindern. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Preissteigerungsrate erhalten die Arbeitnehmer einen realen Lohnzuwachs." Ein besonderer Pluspunkt ist die überproportionale Steigerung der Azubi-Vergütungen, mit der das Kfz-Gewerbe im Wettbewerb um guten Nachwuchs seine Attraktivität steigert.

Starthilfe durch Warnstreiks

Möglich wurde das Ergebnis vor allem durch den Einsatz der Beschäftigten in den vorangegangenen Warnstreiks. Insgesamt beteiligten sich daran bayernweit über 2.000 Beschäftigte und sandten auf diese Weise ein klares Signal an die Arbeitgeber.

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