17.05.2013
Aus dem Warnstreik in den Warnstreik

... geht es für die bayerische IG Metall: Nachdem die Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie erfolgreich beendet ist, rückt die parallel gestartete Tarifrunde für das Kfz-Handwerk weiter in den Vordergrund. Das vorliegende Angebot der Arbeitgeber läuft faktisch auf einen Lohnverzicht hinaus - jetzt halten die Beschäftigten dagegen.

Warnstreiks am Donnerstag in Würzburg, ...

... Regensburg, ...

... Schweinfurt ...

... und in München.

Hohn statt Angebot

Die IG Metall fordert für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk 5,5 Prozent mehr Entgelt und eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen. Das Angebot bei der zweiten Verhandlung am 7. Mai nimmt sich da wie Hohn aus: 1,6 Prozent zum ersten Juni, dann 1,0 Prozent zum ersten Mai 2014 und nochmal 1,0 Prozent zum ersten November 2014 bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Lohnverzicht im Tarifvertrag

Josef Brunner, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, bringt die Bewertung dieser Vorstellung auf den Punkt: "Mit diesem Angebot wird nicht einmal die Preissteigerungsrate ausgeglichen. Die Arbeitgeber wollen also Lohnverzicht in den Tarifvertrag schreiben." Dementsprechend empört ist die Stimmung in den Betrieben, die Tarifkommission wie das nicht einmal als Gesprächsgrundlage akzeptable "Angebot" nachdrücklich zurück.

Warnstreiks begonnen

Damit stehen nun Warnstreiks ins Haus, die als Auftakt in München, Regensburg, Schweinfurt und Würzburg mit guter Beteiligung bei den Mercedes-Niederlassungen begonnen haben. Am Freitag folgt unter anderem am Vormittag eine zentrale Warnstreikkundgebung vor der BMW-Niederlassung in München, weitere Aktionen sind nach Pfingsten geplant.

Dann gibt es auch den nächsten Verhandlungstermin am 22. Mai - es wird sich zeigen, ob die Arbeitgeber dazu wenigstens eine ernsthafte Diskussionsgrundlage anbieten.

zum Download:
kfz-2013-02_01.pdf

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