15.05.2013
Entgelterhöhungen im Volumen von 5,6 Prozent

(Pressedienst 29 / 2013: Tarifeinigung in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie) Nach über sechsstündigen Verhandlungen zwischen der IG Metall Bayern und dem Arbeitgeberverband VBM einigten sich die Tarifvertragsparteien der bayerischen Metall- und Elektroindustrie auf ein Verhandlungsergebnis für die rund 750.000 Beschäftigten der Branche.

Das Verhandlungsergebnis beinhaltet eine Erhöhung der Entgelte um 3,4 Prozent ab 1. Juli 2013 und eine zweite Erhöhung nach 10 Monaten von 2,2 Prozent ab 1. Mai 2014. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate.

Die Ausbildungsvergütungen werden zukünftig prozentual an die Eck-Entgeltgruppe 5B angebunden. Dadurch kommt es bayernspezifisch zu einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zwischen 45 bis 48 Euro, je nach Ausbildungsjahr.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, bewertete das Ergebnis als erfolgreichen Kompromiss, der erst durch die hunderttausenden Warnstreikenden ermöglicht wurde.

Wechsler: „Die Inflationsrate und die gesamtwirtschaftliche Produktivitäts-entwicklung werden mehr als  ausgeglichen, die Arbeitnehmer erhalten bereits dieses Jahr einen realen Lohnzuwachs.“ Nach 12 Monaten beträgt das „Mehr“ an Entgelt 5,6 %.

Eine sogenannte Differenzierung, d.h. eine einzelbetriebliche Abweichung von den Tariferhöhungen, wurde nicht vereinbart. Hier konnte die IG Metall sich durchsetzen.

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