15.05.2013
Einstimmige Annahme des Tarifergebnisses

(Pressedienst 30 / 2013: IG Metall Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu) Die Tarifkommission der IG Metall Bayern hat in ihrer heutigen Sitzung in Ismaning das Verhandlungsergebnis für die bayerische Metall- und Elektroindustrie vom 15. Mai 2013 einstimmig angenommen.

Das Verhandlungsergebnis beinhaltet eine Erhöhung der Entgelte um 3,4 Prozent ab 1. Juli 2013 und eine zweite Erhöhung nach 10 Monaten von 2,2 Prozent ab 1. Mai 2014. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate.

Die Ausbildungsvergütungen werden zukünftig prozentual an die Eck-Entgeltgruppe 5B angebunden. Dadurch kommt es bayernspezifisch zu einer überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um zwischen 45 und 48 Euro je nach Ausbildungsjahr.

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, nannte das Ergebnis „einen erfolgreichen Kompromiss, der erst durch die hunderttausenden Warnstreikenden ermöglicht wurde“.

Berthold Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall, bedankte sich bei allen Metallerinnen und Metaller für die Beteiligung an den Warnstreiks. Besonders freute er sich darüber, dass es mit Bayern einen weiteren Bezirk gibt, der in der Lage ist ein Tarifergebnis zu erringen: „Das wird uns insgesamt stärker machen.“

Wechsler bewertete den Abschluss positiv: „Die Inflationsrate und die gesamtwirtschaftliche Produktivitätsentwicklung werden mehr als  ausgeglichen, die Arbeitnehmer erhalten bereits dieses Jahr einen realen Lohnzuwachs.“ Nach 12 Monaten beträgt das „Mehr“ an Entgelt 5,6 %.

Unter starkem Beifall der Tarifkommissionsmitglieder erläuterte Wechsler, „dass es keine sogenannte Differenzierung, also keine einzelbetriebliche Abweichung, von den Tariferhöhungen geben wird. Hier konnten wir als IG Metall uns durchsetzen.“

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