01.05.2013
Vom Warnstreik in den Tag der Arbeit

Die Metall- und Elektrotarifrunde geht in die nächste Phase: Mit Ende der Friedenspflicht am 30. April begannen MetallerInnen in Bayern und den anderen Bezirken pünktlich um Mitternacht die ersten Warnstreiks. Nach den traditionellen Feiern zum ersten Mai werden die Aktionen von Donnerstag an bis zur nächsten Verhandlung am 8. Mai kontinuierlich gesteigert.

Null-Uhr-Aktion bei TDK in München.

Aufschlag um Mitternacht

Osram in Augsburg, Faurecia in Trabitz (Oberpfalz) und wie schon seit Jahren die ehemalige Siemens-Tochter Epcos und heutige TDK in München machten in Bayern den ersten Warnstreikaufschlag in diesem Jahr. Hunderte Beschäftigte zogen um Mitternacht aus den jeweiligen Betrieben vor die Werkstore, um ihre Forderung von 5,5 Prozent mehr Entgelt zu unterstreichen. Ähnliche Aktionen gab es in allen anderen Bezirken, und überall war dieselbe Stimmung herauszuhören: Wenn die Arbeitgeber nicht von ihrem mickrigen Angebot abrücken, wird aus dem Warnstreik-Vorgeschmack der kommenden Tage ein Bissen, an dem sie gewaltig zu kauen haben werden.

Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.

Zuerst aber ging es aus der Nacht für bundesweit deutlich über 400.00 Menschen in die traditionellen Maifeierlichkeiten, dieses Jahr unter dem Motto "Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa.". Der bayerische IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler warnte als Hauptredner in Regensburg vor über 1.000 Menschen die Arbeitgeber mit Blick auf die Tarifrunde vor dem Spiel mit dem Feuer. Der erste IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber forderte in Stuttgart ein Aufbauprogramm für Europa statt der aktuellen Austeritätspolitik: "Packt die neoliberale Abrissbirne ein!"

In München fand die zentrale Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes statt, an der sich mehrere tausend Menschen beteiligten. Auf dem Marienplatz kritisierte DGB-Chef Michael Sommer unter anderem die verfahrene Steuerpolitik: "Es kann doch nicht sein, dass unser Gemeinwesen fast ausschließlich von den Lohnsteuerzahlern und Konsumenten finanziert wird, während sich die Reichen und Schönen einen schlanken Fuß machen!"

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