26.04.2013
Tarifrunde Kfz: kein Angebot der Arbeitgeber

In München fand am 25. April die erste Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für das Kfz-Handwerk statt. Die IG Metall stellte ihre Forderungen - Entgelterhöhung von 5,5 Prozent und überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen für 12 Monate - ausführlich dar. Die Arbeitgeber kündigten für die zweite Verhandlung ein Angebot an.

Kfz-Handwerk in relativ guter Situation

Josef Brunner, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, erläuterte die aktuelle wirtschaftliche Situation im Kfz-Handwerk aus Sicht der IG Metall: Derzeit steht die Branche nicht optimal da, was nicht zuletzt auf die generell mäßige Konsumbereitschaft und Druck der Hersteller zurückzuführen ist. Die Ertragslage der Betriebe liegt zwar momentan hinter den Jahren 2011/2012 zurück, ist jedoch im Langzeitvergleich immer noch vergleichsweise gut.

Attraktivität gegen Fachkräftemangel

Die IG Metall will vor diesem Hintergrund in dieser Tarifrunde auch im Kfz-Handwerk für mehr Kaufkraft durch eine spürbare Entgelterhöhung sorgen. Die Beschäftigten haben diese verdient, beispielsweise durch einen seit Jahren steigenden Pro-Kopf-Umsatz. Die Einkommen sind im Gegensatz dazu ins Hintertreffen gegenüber Industrie und verarbeitendem Gewerbe geraten - dieser abstand muss verkleinert werden, um qualifizierte Kräfte für das Kfz-Handwerk gewinnen und halten zu können.

Zweite Verhandlung am 7. Mai

Die Arbeitgebervertreter stimmten dieser Einschätzung teilweise zu, zum Beispiel hinsichtlich der Notwendigkeit einer Kaufkraftsteigerung. Ein Angebot wollen sie zum zweiten Verhandlungstermin auf den Tisch legen, die am siebten Mai stattfinden wird.

» drucken


+++ Wir sind umgezogen! +++

Seit 1. Juli 2019 erreichen Sie uns hier:

IG Metall Bezirksleitung Bayern
Werinherstraße 79, Gebäude 32a
81541 München

 

 

Mehr Wert mit Tarif