24.04.2013
Tarifnachrichten zum vbm-Angebot

Die Tarifnachrichten zur zweiten Verhandlungsrunde am 19. April werden derzeit in die Betriebe ausgeliefert. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, urteilt darin vernichtend über das Angebot des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie (vbm): "nicht diskussionswürdig" und "gelinde gesagt, ein unfreundlicher Akt".

"Das ist eine Provokation" lautet entsprechend die Überschrift der Tarifnachrichten, die man vorab als PDF über untenstehenden Link (TN-2013-03.pdf) herunterladen kann. Der vbm hat die Chance auf schnelle, zielführende Verhandlungen zurückgewiesen: Das Angebot bedeutet unter Berücksichtigung der beiden "Nullmonate" magere 1,9 Prozent mehr Entgelt und damit weniger als einen Inflationsausgleich, mit entsprechenden Auswirkungen auf Reallöhne und Kaufkraft der Beschäftigten.

Wechsler reagierte gegenüber der Verhandlungsführerin des vbm, Angelique Renckhoff-Mücke ohne Umschweife: "Ihr Vorschlag fordert den Konflikt geradezu heraus. Es bleibt eine tiefe Kluft zwischen unserer Forderung und Ihrem Angebot."

Die IG Metall erwartet ein deutlich verbessertes Angebot und wird diese Erwartung bis zur nächsten Verhandlung am 8. Mai in Nürnberg ab dem Ende der Friedenspflicht am 30. April mit Warnstreiks unterstreichen. Dieser Schritt war und ist aus Sicht der IG Metall kein Selbstzweck, sondern eine unmittelbare Folge der Arbeitgeberhaltung, so Wechsler: "Verteilungsfragen sind und bleiben Machtfragen. Wir sind bereit, diesen Konflikt mit den Arbeitgebern auszutragen. Wie es weitergehen wird, hängt einzig und alleine vom vbm ab."

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