12.04.2013
Gemeinsam für bessere Entgelte

Ende April beginnt die diesjährige Tarifrunde für das Kfz-Handwerk. Eine Auftaktkonferenz der IG Metall informierte am 11. April in Frankfurt über die Bedingungen in der Branche. Wie in der Metall- und Elektroindustrie steht in diesem Jahr vor allem eine ordentliche Entgelterhöhung im Fokus.

Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, empfahl in diesem Sinne für die Debatte in den Tarifkommissionen eine Forderung bis zu 5,5 Prozent mehr Entgelt und betonte: "Es geht hier nicht um 'Wünsch' dir was - die Forderung aufzustellen ist das Eine, gemessen werden wir daran, was wir durchsetzen." In Bayern findet die erste Tarifverhandlung für das Kfz-Handwerk am 25. April in München statt.

Uneinheitlicher Rahmen

Die Ausgangssituation im Kfz-Handwerk ist dabei bundesweit äußerst uneinheitlich, was die Tarifpolitik nicht eben vereinfacht. Konventionelle Tarifbindung gibt es nur noch im Bezirk Mitte, in den anderen Tarifgebieten gibt es Tarifgemeinschaften mit obendrein regional unterschiedliche Strukturen. Um so mehr gilt es, alle Möglichkeiten zu nutzen und sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen, denn: "Auch die Beschäftigten, die in Betrieben arbeiten, die nicht in Tarifgemeinschaften organisiert sind und auch Beschäftigte in Betrieben mit Firmentarifverträgen werden von einem guten Abschluss profitieren."

Gemeinsamer Schwung

Ein solcher Abschluss war trotz des schwierigen Umfeldes im Jahr 2012 gelungen, als 3,7 bis 4,9 Prozent Entgelterhöhung und überproportional steigende Ausbildungsvergütungen vereinbart wurden. Um auch 2013 einen vernünftigen Abschluss zu erkämpfen, legte Schwitzer den Kfz-Metallern den gemeinsamen Einsatz mit den Kolleginnen und Kollegen der Metall- und Elektrobetriebe ans Herz: "Das bringt zusätzlichen Schwung und zusätzlichen Druck auf die Arbeitgeber. Das ist eine Chance, die wir nutzen können und auch sollten!"

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