18.03.2013
Verpasste Chance bei EADS

Der Tarifvertrag zur Leiharbeit erlaubt den Betriebsparteien, tarifvertragliche Bestimmungen durch Betriebsvereinbarungen zu ersetzen. Bei EADS legte der Gesamtbetriebsrat dem Arbeitgeber den Entwurf einer Vereinbarung vor, um die Bedingungen für Leiharbeitnehmer und Personen mit Werk- oder Dienstvertrag zu regeln - die Verhandlungen darüber sind jedoch vorerst gescheitert.

Konfliktpunkt Werkverträge

Das Unternehmen hat damit bis auf weiteres die Chance vertan, eine zunehmend bedeutende Problematik einvernehmlich zu lösen und damit ein beispielgebendes Zeichen zu setzen. Damit greifen zwar weiterhin die tariflichen Bestimmungen zum Einsatz von Leiharbeit, die eine Gefährdung der Bedingungen und Arbeitsplätze im Einsatzbetrieb ausschließen sowie gestaffelt wachsende Branchenzuschläge und ein Übernahmeangebot nach maximal 24 Monaten vorsehen. Das immer mehr in die Kritik geratende Thema Werkverträge indes bleibt damit bei EADS bis auf weiteres offen.

Fairness für alle

In einem aktuellen Flugblatt zu den Verhandlungen kritisiert die IG Metall, dass die Arbeitgebervertreter keine Regelungen über Werk- und Dienstverträge abschließen wollten. Die IG Metall unterstützt daher den Gesamtbetriebsrat ausdrücklich in seinem Vorhaben, in einer Betriebsvereinbarung nicht nur die Leiharbeit, sondern auch Werk- und Dienstverträge gerecht zu regeln: "Wir fordern Fairness für alle Kolleginnen und Kollegen an den Standorten!"


» Download des Flugblattes "Leiharbeit und Werkverträge: Verhandlungen vorerst gescheitert" als PDF

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