05.03.2013
Drei Prozent mehr Entgelt ab März 2013

(Pressedienst Nr. 07 / 2013: Tarifabschluss in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie in Bayern) In der Tarifrunde 2013 für die Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie in Bayern haben die IG Metall Bayern und der Arbeitgeberverband in der dritten Verhandlung am 4. März 2013 in Nürnberg ein Ergebnis erzielt. Die Beschäftigten erhalten ab dem Monat März drei Prozent mehr Entgelt, die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich je Ausbildungsjahr um 30 Euro.

Außerdem entfällt die von der IG Metall immer als regelwidrig kritisierte bisherige Differenzierung nach Lebensaltersstufen in der Lohntabelle ersatzlos. Die Laufzeit des Tarifvertrages währt bis zum 30. April 2014.

Die IG Metall Bayern hatte zu Beginn der Tarifrunde eine Entgelterhöhung um fünf Prozent gefordert und bewertet den Abschluss vor diesem Hintergrund als insgesamt zufriedenstellend. Verhandlungsführer Johann Schredl betonte, dass dies ohne die Unterstützung der Beschäftigten in den Betrieben nicht möglich gewesen wäre: „Warnstreiks, etliche Aktionen und die zentrale Kundgebung bei der Internationalen Möbelmesse in Köln haben den Arbeitgebern gezeigt, dass wir es ernst meinen.“

Mit diesem Ergebnis wird der am 27. Februar in Niedersachsen erzielte Pilotabschluss für Bayern übernommen. Kritisch bewertet die IG Metall Bayern die strikte Weigerung der bayerischen Arbeitgeber, ein Stück weit über den niedersächsischen Pilotabschluss hinaus zu gehen: „Sie waren nicht bereit, auch nur einen Cent mehr zu vereinbaren - obwohl die Einkommen in den angrenzenden Tarifbezirken über dem bayerischen Niveau liegen.“

« Nachrichtenübersicht
gedruckt am 23.08.2019 / IG Metall Bayern online