21.01.2013
Holz und Kunststoff: Protest in Köln

Wenige Tage vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde für die Holz- und kunststoffverarbeitende Industrie haben am 18. Januar Beschäftigte vor der Kölner Internationalen Möbelmesse für ein vernünftiges Angebot demonstriert. Die Beteiligung übertraf mit über 1.000 Menschen selbst optimistische Erwartungen - die "Holzwürmer" wollen nicht mehr hingehalten werden.

Die Masse der TeilnehmerInnen stamt aus Nordrhein-Westfalen, aber auch Busse aus Bayern hatten die weite Anreise in der Nacht auf sich genommen.

Beschäftigte wollen faire Beteiligung

Im Protestmarsch zogen die DemonstrantInnen um das Kölner Messegelände. Anschließend gab es eine Kundgebung, in deren Rahmen Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, klipp und klar erklärte, worum es geht: "Die Beschäftigten haben es verdient, angemessen an den wirtschaftlichen Erfolgen beteiligt zu werden. Mit ihren Leistungen tragen sie entscheidend dazu bei, dass sich die Branche wirtschaftlich solide entwickelt. Andernfalls werden wir mit betrieblichen Aktionen und Warnstreiks den Druck erhöhen."


Die IG Metall vertritt bundesweit rund 120.000 Beschäftige in der Holzverarbeitenden Industrie, für die sie in der laufenden Tarifrunde fünf Prozent mehr Gehalt sowie 60 Euro mehr für Auszubildende für zwölf Monate fordert. Die erste Verhandlungsrunde im Dezember verlief ohne Ergebnis, die zweite Verhandlungsrunde beginnt am 23., in Bayern am 31. Januar.

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