02.11.2012
IG Metall drängt auf Schutz für Leiharbeiter

Die IG Metall bekräftigt ihre Forderung nach Einbeziehung der in Leiharbeit Beschäftigten in Maßnahmen zum Schutz vor etwaigen Auswirkungen einer Krise. Der erste Vorsitzende Berthold Huber wandte sich in dieser Frage am am Dienstag unmittelbar an die Bundesregierung und kritisierte die bisherige Untätigkeit der Politik.

"In wirtschaftlich volatilen Zeiten sind Leiharbeitnehmer noch immer die ersten, die gehen müssen. Deshalb muss die Bundesregierung Kurzarbeit auch für Leiharbeitnehmer ermöglichen", unterstrich Huber in Frankfurt die Forderung. Um Qualität und Innovation mit Hilfe der dazu unausweichlich benöigten Fachkräfte in den Unternehmen zu halten, bedarf es nach Überzeugung der IG Metall ausreichender Instrumente zur Beschäftigungssicherung.

Kein Problem durch Branchenzuschläge

Der zweiter IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel wandte sich gegen Spekulationen von Verleihern und Arbeitgeberverbänden, Leiharbeitsverhältnisse drohten auf Grund der am ersten November in Kraft getretenen Branchenzuschläge in der Metall- und Elektroindustrie aufgelöst zu werden: "Wer Leiharbeit im ursprünglichen Sinn einsetzt, nämlich zum Abfedern von Auftragsspitzen, der hat mit den Zuschlägen kein Problem." Wetzel forderte, den Missbrauch von Leiharbeit endlich einzuschränken. Die Branchenzuschläge sind  ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung: "Das Geschäftsmodell Lohndumping hat in der Metall- und Elektroindustrie keine Zukunft."

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