31.10.2012
Textil und Bekleidung: Arbeitgeber weiter zugeknöpft

Auch beim zweiten Verhandlungstermin der Tarifrunde für die westdeutsche Textil- und Bekleidungsindustrie konnte sich die Arbeitgeberseite am Dienstag in Frankfurt nicht zu einem Angebot durchringen. IG Metall-Verhandlungsführer Michael Jung warnt nun vor einem sich abzeichnenden Arbeitskampf.

"Die Zeit für die Arbeitgeber wird knapp. Wer in der zweiten Verhandlung kein Angebot vorlegt, hat offenbar kein Interesse an einem schnellen Tarifabschluss", betonte Jung nach der zweiten Verhandlung. Am sechsten November trifft man sich zur dritten Verhandlung in Bocholt. Dann geht's ums Ganze, so Jung: "Gibt es an diesem Tag kein Ergebnis, sind Warnstreiks der IG Metall unvermeidbar."

Ein zusätzliches Ärgernis ist die offensichtliche Hinhaltetaktik der Arbeitgeber in den Zukunftsfragen Altersteilzeit und Übernahme der Ausgebildeten. Will man die Branche wie beahuptet tatsächlich gegen den demografischen Wandel rüsten, kann man diese Punkte nicht auf die lange Bank schieben: "Es ist jetzt höchste Zeit, neben einer kräftigen Lohnerhöhung die Übernahme der Ausgebildeten und die Altersteilzeit zu regeln. Nur damit wird die Textil- und Bekleidungsindustrie attraktiver und bleibt zukunftsfähig."

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