27.09.2012
Zukunft der Arbeit in IT und Engineering

In Wolfsburg begann am Mittwoch die 4. Tagung der IG Metall für Engineering- und IT. Drei Tage lang dreht sich für rund 350 Betriebsräte, Beschäftigte und Zuständige der IG Metall unter dem Titel "Die Zukunft der Arbeit gestalten" alles um die speziellen Bedingungen dieser Bereiche.

Angestellte entdecken die IG Metall

Rund 140.000 Ingenieure und technische Experten sind bereits in der IG Metall organisiert. Allein in diesem Jahr traten bis Ende August schon 18.170 ein, und der Trend ist ungebrochen. Christiane Benner, als geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall zuständig für den Bereich Engineering und IT, brachte ihn in ihrer Eröffnungsansprache auf den Punkt: "Angestellte entdecken die IG Metall als Vertreterin ihrer Interessen."

Arbeitsbedingungen unter Druck

Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der sich auch bei Ingenieuren und Experten wandelnden Arbeitsbedingungen im Grunde nur folgerichtig. Die prekäre Beschäftigung nimmt auch hier zu, Befristungen, Leiharbeit und zunehmende Werkverträge machen die Arbeit unsicherer. Die IG Metall stellt sich dem mit klaren Zielen entgegen, so Brenner: "Wir wollen angemessene Vergütung statt Dumping. Lebensverträgliche Arbeitszeiten statt Arbeiten ohne Ende. Weniger Stress statt Burnout."

Mit den sozialen Aspekten zwangsläufig verbunden sind entscheidende ökonomische Faktoren - Innovation und Technologie benötigen die produktive Zusammenarbeit von technischen Expertinnen und Experten, Betriebsräten und IG Metall, um sich nachhaltig entwicklen zu können. Das selbe schließlich gilt für die Ökologie: Die Entwicklung zu alternativen Antrieben und Energiequellen stellt neue Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung, schafft neue Betätigungsfelder und bildet darüber hinaus einen wichtigen Wettbewerbsfaktor.

Dreieck der Nachhaltigkeit

Diese drei Kernpunkte - sozial, ökonomisch und ökologisch - stellt die IG Metall in den Fokus, um die Zukunft der Arbeit in Engineering und IT positiv zu gestalten. Brenner fasste abschließend die ambitionierte Zielsetzung zusammen: "Qualität verbessern durch gute Arbeit und gute Produkte, Quantität absichern durch unsere Besser-Strategien, und letztlich und doch zuerst die Welt retten. Es gibt keine zweite, und schon gar nicht im Kofferraum."

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