14.09.2012
Armutsrisiko steigt weiter

Nicht nur der Niedriglohnsektor wächst weiter, auch das Armutsrisiko in Deutschland steigt parallel: Laut statistischem Bundesamt war im Jahr 20122 jede/r siebte Deutsche von Armut bedroht, woran auch das gleichzeitig gemessene solide Wirtschaftswachstum nichts änderte. Deutliche Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland, dennoch bleiben auch die alten Bundesländer keineswegs ungeschoren.

Trotz des kräftigen Aufschwungs ist das Armutsrisiko fast überall in Deutschland gestiegen - so lässt sich die Pressemitteilung des Bundesamtes vom Donnerstag zusammenfassen. Die sogenannte Armutsgefährdungsquote stieg 2011 auf 15,1 Prozent, ein Jahr zuvor hatte sie bei "nur" 14,5 Prozent gelegen.

Das bundesweit höchste Armutsrisiko haben mit 22,3 Prozent die Einwohner Bremens, das niedrigste besteht in Baden-Württemberg (11,2%) und Bayern (11,3%). Obwohl die Wirtschaft im selben Zeitraum mit drei Prozent überdurchschnittlich zulegte, nahm die Armutsgefährdung insgesamt in 13 der 16 Bundesländer zu.

Nach offizieller Definition der Europäischen Union sind Menschen dann von Armut bedroht, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens über die Runden kommen müssen; 2011 lag diese Grenze für Einpersonen-Haushalte bei einem Monatseinkommen unter 848 Euro.

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