21.03.2012
Leiharbeitunternehmen müssen sich bewegen

Einen Tag nach der zweiten Tarifverhandlung zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern der Leiharbeitsbranche hat die IG Metall den Bundesverband der Personaldienstleister (BAP) und den Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) aufgefordert, mehr zu einer tragfähigen Lösung beizutragen.

Sachlichkeit allein genügt nicht

"Die Arbeitgeberverbände der Leiharbeit müssen sich in den Verhandlungen bewegen und mehr Bereitschaft für konkrete Verhandlungsfortschritte in Richtung fairer Bezahlung von Leiharbeitnehmern zeigen", bekräftigte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, am Mittwoch in Frankfurt. "Sachlichkeit allein genügt nicht - notwendig sind jetzt konstruktive Vorschläge, um eine gemeinsame Lösung zu erreichen."

Die IG Metall drängt auf bei den Verhandlungen mit der Branche sowie im Rahmen der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie, bei der rund 200.000 LeiharbeiternehmerInnen eingesetzt werden, mehr Fairness in der Leiharbeit. Entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht nur für den Fortgang der Tarifverhandlungen für ihre Branche, sondern auch für die mit den Verbänden der Leiharbeit.

"Schwarzbuch Leiharbeit"

Aktuell arbeiten rund eine Million Menschen in Leiharbeit, womit ein neues Rekordniveau erreicht ist. Am 29. März stellt Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, ein neues "Schwarzbuch Leiharbeit" in einer Pressekonferenz vor, das die Ergebnisse einer Befragung von 26.000 Mitgliedern in Leiharbeit im November 2011 zusammenfasst. Neben zahlreichen Antworten haben die Befragten individuelle Statements abgegeben, viele beschrieben ihre Nöte und Ängste. Diese Schilderungen zeigen anschaulich, was Leiharbeit für die Betroffenen bedeutet und wie sich ungerechte Bezahlung und fehlende Perspektiven in allen Lebensbereichen auswirken.

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