27.04.2011
Burn-out auf dem Vormarsch

- so überschreiben Experten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) eine neue Studie über die Verbreitung psychischer Erkrankungen. Ihr seit Jahren unverändert anhaltender Anstieg hat sich auch 2010 fortgesetzt. Das WIdO sieht die Gefahr, dass immer mehr Menschen zwischen Beruf und privaten Belastungen regelrecht aufgerieben werden.

Zehn Prozent der Ausfälle psychisch bedingt

Laut Analyse des WIdO war im Jahr 2010 fast jeder zehnte Ausfalltag von Berufstätigen auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen. Insgesamt sind die durch Burnout verursachten Krankheitstage zwischen 2004 und 2010 um fast das 9fache angestiegen, konstatiert der stellvertretende Geschäftsführer des Instituts: "Zeitdruck und Stress nehmen offenbar zu und die Gefahr besteht, dass die Menschen von zwei Seiten gleichzeitig ausbrennen, vom Beruf her und durch familiäre Belastungen."

Veränderter Umgang mit psychischen Krankheiten ...

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei der extremen Zunahme psychischer Erkrankungen auch ein verändertes ärztliches Diagnoseverhalten eine Rolle spielt, während insgesamt zunehmend offener mit psychischen Erkrankungen umgegangen wird.

... aber vor allem psychosoziale Belastungen am Arbeitplatz

Dieser Aspekt reicht jedoch keineswegs aus, um Entwarnung zu geben, denn als wesentliche Ursache werden nach wie vor gestiegene psychosoziale Belastungen am Arbeitplatz eingestuft: "Auch vor dem Hintergrund dieser neuen Ergebnisse ist es wichtig, nicht nur die Belastungen im beruflichen Umfeld zu reduzieren, sondern auch die Ressourcen und den Umgang mit Stress bei jedem Einzelnen zu stärken."

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