14.07.2009
Kaum einer hält in Vollzeit bis zur Rente durch

Nach der Befragung zum DGB-Index „Gute Arbeit“ erwartet nur jeder zweite Beschäftigte, seine Tätigkeit bis zum Rentenalter ausüben zu können. Selbst diese Einschätzung könnte noch zu optimistisch sein, die Wirklichkeit sieht wohl dramatischer aus: Nur jeder Vierzehnte im Alter von 63 bis 65 Jahre hat eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle.

Plakat der IG Metall zur Rente mit 67
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Kaum ein Arbeitnehmer in Deutschland schafft bis zum 65. Geburtstag in Vollzeit zu arbeiten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Zwar sei die Zahl der 55- bis 65-jährigen Arbeitslosen von Mai 2007 bis Mai 2008 um 67.000 oder 14  Prozent gesunken, im Zeitraum von Mai 2008 bis 2009 ist aber die Zahl der Arbeitslosen in dieser Altersklasse wieder um 74.000 oder 17  Prozent angestiegen. Die Entwicklung von Mai 2008 bis Mai 2009 beruhe vor allem auf dem Auslaufen der sogenannten 58er-Regelung, heißt es in der Antwort von Klaus Brandner, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Der Anteil der Menschen mit einem Vollzeitjob sinkt rapide ab Mitte 50. In der Altersklasse 55 bis 58 stehen 39,4 Prozent voll im Berufsleben. Bei den 58- bis unter 63-Jährigen sinkt die Quote auf 26,6 Prozent, in der Altersklasse darüber auf 7,4 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Nur noch etwa jeder vierzehnte Arbeitnehmer in dieser Altersgruppe arbeitet Vollzeit.

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