21.05.2014
Betriebsbedingte Kündigungen bei Airbus bis Ende 2016 verhindert

(Pressedienst 10 / 2014: IG Metall Bayern: „Erster Erfolg, nun um langfristige Sicherung kämpfen“) Die IG Metall Bayern begrüßt, dass bei der Restrukturierung der Airbus Group betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausgeschlossen sind. Darauf haben sich das Unternehmen sowie der Europäische Betriebsrat und der Konzernbetriebsrat in ihren Verhandlungen geeinigt. „Damit sind die angedrohten Entlassungen erstmal vom Tisch. Dies ist ein großer Erfolg der Arbeitnehmervertreter“, sagte Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern.

In der Vereinbarung konnte mehr Sicherheit für die Beschäftigten erreicht werden. Zunächst wird es Altersteilzeit-Angebote und freiwillige Maßnahmen mit Abfindungen geben. Weiterhin muss das Unternehmen aber auch weitere Aufträge - insbesondere für die Division Verteidigung und Raumfahrt - gewinnen. Denn nur, wenn sich die Auslastung nachhaltig verbessert, wird der geplante Stellenabbau entsprechend korrigiert.

Jürgen Wechsler fordert das Unternehmen auf, „jede Stellenstreichung genau zu prüfen und sich nicht nur von dem Streben nach einer höheren Rendite treiben zu lassen. Langfristig werden dringend neue Programme und Investitionen benötigt, um die wehrtechnische Monostruktur der bayerischen Standorte umzustrukturieren. Deshalb werden wir auch nach 2016 keine Entlassungen akzeptieren“.

Das Unternehmen muss nun diese Zeit nutzen, um insbesondere die bislang überwiegend auf Wehrtechnik ausgerichteten bayerischen Standorte auszulasten und zu sichern. „Wir brauchen Planungssicherheit für die Beschäftigten“, erläuterte Wechsler, „deshalb muss weiterhin über Standortgarantien und Schutzschirme für die Beschäftigten geredet werden.“

In diesem Zusammenhang ist nach Auffassung der IG Metall Bayern auch die Politik gefordert. Wechsler fordert insbesondere die bayerische Staatsregierung nachdrücklich auf, diesen Prozess durch aktives Handeln zu unterstützen: „An den bayerischen Airbus-Standorten - insbesondere Manching - muss das flugtechnische Knowhow von Konstruktion und Fertigung erhalten und gesichert werden. Dazu bedarf es einer stärkeren Verknüpfung mit zivilen Bereichen.“

Die Restrukturierungspläne hatten an den Airbus-Standort zu massiven Protesten geführt. An dem bundesweiten Aktionstag von IG Metall und Betriebsrat Ende November beteiligten sich in Bayern mehrere tausende Beschäftigte. Wechsler: „Gemeinsam haben wir ein wichtiges Etappenziel erreicht, nun gilt es um die langfristige Sicherung zu kämpfen“.

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