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02.02.2017
Rexroth vor nächster Abbaurunde

Während IG Metall und Betriebsräte bei Bosch Rexroth sich noch mit der problematischen Umsetzung der letzten Abbaurunde befassen, holt man in der Chefetage schon den nächsten Kahlschlag aus der Schublade. Das Unternehmen kündigt "Anpassungen" in seiner Hydrauliksparte an, die rund 500 Arbeitsplätze kosten sollen.

Gerade erst analysierte die Arbeitnehmerseite in einem Flugblatt (siehe Download unten) die Umsetzung des letzten Interessenausgleiches sowie die Erreichbarkeit der damit angestrebten Ziele, schon schlägt das Management ein weiteres Mal zu. Bosch Rexroth will laut einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung in seiner Industriehydraulik "Fertigungskapazitäten konzentrieren und Kosten reduzieren" sowie "Verwaltungs- und Vertriebsstrukturen anpassen".

Immerhin gibt man ohne Umschweife zu, was das konkret bedeutet, nämlich den "Abbau von bis zu 500 Stellen in Deutschland bis Ende 2018". Betroffen sind erneut der Standort Lohr, außerdem Ober-Ramstadt in Hessen und Fellbach in Baden-Württemberg. Den Abbau will Rexroth "soweit wie möglich sozialverträglich" durchführen, betriebsbedingte Kündigungen werden jedoch ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

 Die Beschäftigten wurden am Donnerstag über die Hiobsbotschaft informiert, Gespräche über einen Interessenausgleich mit der Arbeitnehmerseite sollen folgen. Als Begründung für seine Entscheidung verweist das Unternehmen unter anderem auf den international schwachen Markt und entsprechend zunehmend "verschärften Wettbewerb". Andrea Fehrmann, Unternehmensbeauftragte der IG Metall und Aufsichtsratsmitglied, sieht diese Argumentation allerdings kritisch: "Zu dem schwierigen Markt, dem übrigens andere Unternehmen genauso ausgesetzt sind, gesellen sich bei Bosch Rexroth auch hausgemachte Probleme. Vor diesem Hintergrund einfach erneut Arbeitsplätze zu streichen, greift deutlich zu kurz und würde nur eine weitere Windung der Abwärtsspirale hinzufügen."

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