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09.03.2016
IG Metall Bayern weist Abbaupläne der Siemens AG zurück

(Pressedienst 6 / 2016: Vierstelliger Personalabbau im Bereich Process Industries and Drives) Die Siemens AG hat am 9. März im Wirtschaftsausschuss Pläne bekannt gegeben, im Bereich Process Industries and Drives (PD) rund 2.000 Stellen zu streichen. Der Schwerpunkt liegt mit deutlich über 1.800 Stellen an bayerischen Standorten. Betroffen sind Ruhstorf, Bad Neustadt und Nürnberg mit jeweils mehreren hundert Arbeitsplätzen, außerdem Erlangen, Berlin und Österreich.

Die IG Metall Bayern weist diese Pläne nachdrücklich zurück und kündigt entschiedenen Widerstand an. Bezirksleiter Jürgen Wechsler erklärte dazu in einer ersten Reaktion: „Die von Herrn Kaeser seit seinem Amtsantritt immer wieder versprochene und beschworene Ruhe im Unternehmen bleibt weiter aus. Noch während der Interessenausgleiche zum Sparprogramm 1by16 und Reduzierungen in der Division Power & Gas umgesetzt werden, setzt Siemens ein weiteres Mal zu massiven Einschnitten an.“

Die IG Metall Bayern kritisiert, dass ein Technologieführer wie Siemens auf Marktveränderungen erneut reflexartig und ideenlos mit Stellenstreichungen reagiert. Dieses Vorgehen hat sich in der Vergangenheit immer wieder als kontraproduktiv und nicht nachhaltig erwiesen, so Wechsler: „Wenn sich ein Markt aufgrund technologischer Entwicklungen verändert, kann und muss man von einem Unternehmen wie Siemens erwarten, dass es das frühzeitig erkennt und sich angemessen auf künftige Erfordernisse einstellt. Abzuwarten, bis das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, und das Problem dann schulterzuckend auf die Beschäftigten abzuwälzen, hat mit Technologieführerschaft wenig zu tun.“

Die IG Metall Bayern fordert Siemens auf, statt dessen eine konstruktive Lösung zu finden und zukunftsfähige Industriestandorte und Arbeitsplätze in Bayern zu erhalten. Abschließend warnte Wechsler vor Versuchen, die betroffenen Standorte gegeneinander auszuspielen: „Wir - IG Metall Bayern, Betriebsräte und Belegschaften - setzen für den Widerstand gegen die Abbaupläne auf Solidarität untereinander. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren, sondern wehren uns gemeinsam entschieden gegen den Abbau.“

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