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09.03.2016
3,7% und Altersteilzeit

Die Tarifparteien der bayerischen Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie haben sich in der zweiten Verhandlungsrunde am 2. März auf einen Abschluss geeinigt, den die Tarifkommission zwei Tage später einstimmig angenommen hat. Die Eckpunkte: 3,7 Prozent mehr Geld in zwei Stufen und ein Tarifvertrag zum demografischen Wandel.

Protestaktion während der Tarifrunde - der Erfolg gibt den Beschäftigten recht.

Der Tarifvertrag, den IG Metall und Arbeitgeber in Nürnberg verhandelten, orientiert sich damit am zuvor in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen erreichten Ergebnis. Die Entgelterhöhung erfolgt um zwei Prozent bereits ab Mai 2016, weitere 1,7 Prozent kommen ab Juli 2017 hinzu. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich zu denselben Stichtagen um jeweils 20 Euro, die Laufzeit währt bis zum 31. Dezember 2017.

Altersteilzeit und Gesundheitsförderung

Vielleicht noch wichtiger ist aber die Einigung auf einen Tarifvertrag zum demografischen Wandel, zumal die Arbeitgeber zuvor vor allem die Altersteilzeit strikt abgelehnt hatten.

Ab Januar 2017 zahlen die Betriebe dafür jährlich 300 Euro pro Beschäftigtem in einen Demografiefonds ein, aus dem neben der Altersteilzeit weitere Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung finanziert werden, beispielsweise die Gestaltung alters- und alternsgerechter Arbeitsbedingungen.

Sind am Ende der Laufzeit zum 31. Dezember 2020 noch Geldmittel im Demografiefonds, für die keine Verwendung per Betriebsvereinbarung geregelt ist, werden sie anteilig an die Beschäftigten ausbezahlt. Außerdem legt der Vertrag fest, dass die Tarifparteien spätestens bis Ende 2016 Regelungen zu Lebensarbeitszeitkonten beziehungsweise -Wertguthaben in ihn aufnehmen müssen. Gelingt dazu keine Einigung tritt er bereits ein Jahr früher außer Kraft.

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