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07.03.2016
Bayern bleibt bunt

Die IG Metall in Bayern wie anderswo steht für eine weltoffene, tolerante Gesellschaft. Stimmungsmache am rechten Rand des politischen Spektrums kann dazu nicht passen und wird kritisch bewertet. So engagieren sich viele Metallerinnen und Metaller für Respekt und gegen Pegida, AfD & Co - zum Beispiel in Ingolstadt, wo sie sich im Rahmen eines Bündnisses gegen Versuche der AfD stellen, im Trüben nach Unterstützung zu fischen.

"Kein Parkplatz für Rechts" - unter diesem Motto hatte das Bündnis "Ingolstadt ist bunt" vergangenen Freitag zu einer Mahnwache gegen eine Veranstaltung der AfD am Auwaldsee aufgerufen. Das Motto bezog sich auf eine Spendenaktion; der Ingolstädter DGB hatte zuvor bekannt gegeben, dass für jedes Fahrzeug auf dem Parkplatz der Gaststätte während der Protestaktion eine Spende an in der Flüchtlingshilfe aktive Organisationen geht. Damit ermögliche man "auch den Besuchern der AfD-Veranstaltung eine Unterstützung der Menschen, die Hilfe dringend benötigen".

Gegen Radikalisierung der Mitte

Schon im Vorfeld hatten die Veranstaltung und der Protest zu einem verbalen Schlagabtausch geführt, in dessen Verlauf ausgerechnet die AfD dem Bündnis "undemokratische Mittel", "übelste Lügen" und einen angeblichen "Traum von einer neuen 'DDR 2.0'" unterstellte. Johann Horn, engagiert bei "Ingolstadt ist bunt" und Erster Bevollmächtigte der Ingolstädter IG Metall, warf der AfD seinerseits vor, die Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte zu befördern.

Hauptredner der Veranstaltung in der Ingolstädter Gaststätte am Auwaldsee war der Chefredakteur des laut Eigenwerbung zwar überparteilichen, aber inhaltlich unverkennbar mehr als AfD-nahen "Compact Magazins". Seine Auslassungen unter anderem zu einem Deutschland angeblich überrollenden "Flüchtlingstsunami" lockte am Ende allerdings deutlich weniger Menschen an, als der Protest gegen die Veranstaltung: Rund 150 Zuhörer zählte der "Donaukurier", hingegen mehr als 200 Protestierende.

Horn fasste das Anliegen letzterer zusammen: "Die AfD will in die breite Mitte der Gesellschaft vordringen - und da wollen wir sie nicht haben." Eva Bulling-Schröter, Bundestagsabgeordnete der Linken, rückte die populistische AfD, die unter anderem gegen den Mindestlohn, Frauenquoten und die Erbschaftssteuer kämpft, "programmatisch auf den Stand vor 100 Jahren". Auf den Punkt brachte die Haltung der Protestierenden Maximilian Resch von der DGB-Jugend im Oberland: "Wir in Ingolstadt sind bunt und dabei bleibt's."

IG Metall für Offenheit und Toleranz

Nachdrückliche Unterstützung erhalten der Widerstand gegen die AfD-Umtriebe und die beteiligten IG Metaller auch von der ganzen bayerischen IG Metall. Bezirksleiter Jürgen Wechsler unterstrich angesichts der Ereignisse in Ingolstadt ihren Grundsatz: "Die IG Metall Bayern steht für Toleranz, Offenheit und Respekt. Wir wenden uns gegen jeden Versuch, die Sorgen der Menschen für Stimmungsmache am rechten Rand der Gesellschaft zu instrumentalisieren."

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