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25.01.2016
Gut aufgestellt für kommende Herausforderungen

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, präsentierte am 25. Januar im Rahmen der Jahrespressekonferenz die Entwicklung im vergangenen Jahr und einen Ausblick auf 2016. Das Fazit: Mit gut einem Prozent mehr Mitgliedern und in einem insgesamt stabilen wirtschaftlichen Umfeld blickt die bayerische IG Metall zuversichtlich und selbstbewusst auf die bevorstehenden Herausforderungen.

Mehr Mitglieder ...

Die Gesamtzahl der IG Metall-Mitglieder in Bayern hat sich bis Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahr um über 3.800 auf nunmehr gut 374.000 erhöht. Kein anderer Bezirk hat einen höheren Zuwachs zu verzeichnen, und die Steigerung setzt sich im fünften Jahr in Folge fort, wie Wechsler bei der Pressekonferenz erklärte. Die Mitgliederzahl in den Betrieben ist dabei mit 1,6 Prozent überproportional gewachsen.

... und solide ökonomische Basis

Vor diesem Hintergrund ist die IG Metall für das erste große Thema des Jahres, die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie, gut gerüstet. Wechsler stellte den wirtschaftlichen Hintergrund dar, der trotz allen Jammerns der Arbeitgeberseite durchaus Anlass zur Zuversicht bietet. Die IG Metall hat im Vorfeld Daten aus knapp 350 Betrieben erhoben, die 78,5 Prozent der Beschäftigten repräsentieren. Über 80 Prozent bewerten ihre Auftragslage zwischen "sehr gut" und "stabil", mehr als 85 Prozent rechnen damit, dass die Lage auch in den kommenden Monaten so bleibt.

Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute zeigen zeigen ebenso in die selbe Richtung wie weitere betriebliche Indikatoren. Kurzarbeit gibt es der Betriebsrätebefragung zufolge in unter fünf Prozent der Betriebe, über 90 Prozent übernehmen ihre ausgelernten Auszubildenden, knapp 6.000 Beschäftigte in Leiharbeit wurden übernommen - nach essentiellen Zukunftsängsten sieht das nicht aus. Wechsler brachte das Ziel der IG Metall Bayern auf den Punkt: "Wir erwarten für die Beschäftigten eine deutliche Reallohnsteigerung."

Ein weiteres Ziel wird die Stärkung der Tarifbindung sein, um den Wettbewerb nicht weiter auf den Rücken der Belegschaften zu verlagern. Wechsler betonte: "Das ist eine Frage von Gerechtigkeit, aber auch von Solidarität. Es kann nicht angehen, dass sich Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, indem sie sich der Tarifbindung entziehen."


» eine Kurzfassung des Foliensatzes der Jahrespressekonferenz kann man als PDF über untenstehenden Link herunterladen

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