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Automobilkonferenz 2010
16.07.2007

Von: MJ

1 115 zusätzliche Ausbildungsplätze in der bayerischen M + E-Industrie

(Pressedienst 44 / 2007) Die Unternehmen der bayerischen Metall- und Elektroindustrie werden im kommenden Ausbildungsjahr 1 115 zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten. Diese Lehrstellen gehen auf eine gemeinsame Initiative des bayerischen Metallarbeitgeberverbands VBM und der IG Metall Bayern zurück.

Auszubildender mit Facharbeiter bei
der Optimierung der Bandsteuerung

Anfang des Jahres hatten sich beide auf einen Tarifvertrag geeinigt, der den Unternehmen Anreize zur Schaffung von 1.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen bietet. Mit „zusätzlich“ sind Ausbildungsplätze gemeint, die über die durchschnittliche Anzahl der in den letzten drei Jahren bereitgestellten Lehrstellen hinausgehen.

 

„1 115 zusätzliche Lehrstellen - das ist ein ungeheurer Erfolg! Wir freuen uns sehr, dass das selbst gesteckte Ziel von bis zu 1.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen sogar noch übertroffen werden konnte“, sagte der Tarifverhandlungsführer des VBM, Dr. Helmut Keese. „Wenn man bedenkt, dass derzeit über alle Lehrjahre hinweg 25.500 Lehrlinge eine Ausbildung bei unseren Mitgliedsbetrieben absolvieren, dann wird deutlich, in welch großem Ausmaß die Ausbildungskapazitäten ab September erweitert werden!“ Keese weiter: „Trotz ihrer ohnehin schon vorbildlichen Ausbildungsleistung sind die M+E-Betriebe im Freistaat im Rahmen dieser Aktion bereit gewesen, nochmals ‚eine Schippe obendrauf’ zu legen und zum Teil weit über den eigenen Bedarf hinaus auszubilden! Damit übernehmen die bayerischen M+E-Unternehmen im großen Stil gesellschaftliche Verantwortung.“

 

Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „Wir freuen uns, unser gemeinsames Ziel von 1 000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen zu haben, das entspricht immerhin einer Steigerung um über 15 Prozent. Neugebauer weiter: „Dieser Tarifvertrag hat eine neue Marke gesetzt. Jetzt geht es darum, diese Marke in den nächsten Jahren zu halten.“ Neugebauer bedauerte allerdings, dass es immer noch viele Betriebe gebe, die überhaupt nicht ausbilden und äußerte die Hoffnung, dass sich noch mehr Betriebe der Initiative anschließen und neue Ausbildungsplätze einrichten: „Wir meinen das ist die richtige Antwort auf die Debatte um einen möglichen Fachkräftemangel, es ist eine Investition in die Zukunftschancen der Jugendlichen und eine Investition in den Standort Deutschland“.

 

Die 1 115 zusätzlichen Ausbildungsplätze verteilen sich wie folgt auf die

verschiedenen Regionen:

 

Unterfranken:

175

Niederbayern/Oberpfalz:

189

Mittelfranken:

105

Schwaben:

301

Oberfranken:

145

Oberbayern:

200

 

 Nur ca. 6 Prozent der zusätzlichen Ausbildungsplätze tatsächlich paritätisch finanziert

Von der Möglichkeit der paritätischen Finanzierung wurde bei der Schaffung der zusätzlichen Ausbildungsplätze nur in verschwindend geringem Umfang Gebrauch gemacht. Tatsächlich wurde nur bei 63 der zusätzlichen 1 115 Lehrstellen das Modell der paritätischen Finanzierung in Anspruch genommen – also bei nicht einmal 6 Prozent.

 

Neugebauer: „Dass nur knapp 6 Prozent der zusätzlichen Ausbildungsplätze paritätisch finanziert wird, obwohl der Tarifvertrag ausdrücklich die Möglichkeit hierfür eingeräumt hat, zeigt, dass die Kosten der Ausbildung im Zweifelsfall nicht das Problem sind.“

 

Das vollständige Statement von Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, bei der gemeinsamen Pressekonferenz am 16.07.07 finden Sie im Anhang.

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