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11.09.2009
Emcon in Augsburg plant Entlassungen

Beim Augsburger Autozulieferer Emcon sind zahlreiche Arbeitsplätze gefährdet. Über 140 Stellen sollen gestrichen werden. Dazu hat das Unternehmen den Ergänzungstarifvertrag gekündigt. IG Metall und Betriebsrat wollen nicht zulassen, dass das Unternehmen in guten Zeiten einen Beitrag der Belegschaft "einkassiert" und in schlechten Zeiten Kündigungen ausspricht.

Abgasreinigungstechnologien in der Automobilzulieferindustrie. Emcon beschäftigt nach eigenen Angaben 6.700 Mitarbeiter in 18 Ländern und erwirtschaftet ein Jahresumsatzvolumen von 3,2 Milliarden US$.

In den letzten Jahren konnten die etwa 1.000 Beschäftigten in Augsburg unter dem Schutz eines Ergänzungstarifvertrags arbeiten, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Als Gegenleistung hierfür haben die Beschäftigten im gleichen Zeitraum auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag verzichtet. Gleichzeitig hat Emcon dicke Gewinne gemacht.

Nun hat die Geschäftsführung einen Monat nach der erstmöglichen Kündigungsfrist des Vertrags diesen gekündigt und den Betriebsrat über einen massiven Stellenabbau und Kündigungen noch in diesem Jahr informiert. Die Aussichten für die kommenden Jahre seien düster, begründet die Geschäftsführung die geplanten Kündigungen.

Für den Betriebsrat der Firma Emcon und die IG Metall Augsburg ist dieses Verhalten völlig unakzeptabel. Gerade die Beschäftigten der Firma Emcon haben mit einem beispiellosen Beitragspaket in den letzten Jahren ihre eigenen Arbeitsplätze mitfinanziert. Obwohl das Unternehmen noch über ein Jahr Kurzarbeit beanspruchen kann und dadurch eine massive Kostenentlastung für die Firmenseite möglich ist, sollen nun Beschäftigte noch in diesem Jahr die Kündigung erhalten.

Aus Sicht der IG Metall bricht die Geschäftsführung mit diesem Vorgehen nicht nur den Pakt bei Emcon, sondern kündigt stellvertretend für alle Arbeitgeber in der Region Augsburg und Nordschwaben die überaus konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre - die sich gerade jetzt in der Krise bewährt hat. Die IG Metall und Betriebsrat werden dies weder für Emcon akzeptieren, noch zulassen, dass Emcon in der Region Augsburg als Referenzbeispiel für andere Geschäftsführungen herangezogen wird, die in guten Zeiten den Beitrag der Belegschaft "einkassieren" und in schlechten Zeiten Kündigungen aussprechen wollen.

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