(München, 25.10.2005) Als große Provokation bezeichnete Horst Lischka, zweiter Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle München und Mitglied der Streikleitung bei Infineon, das Verhalten von Fertigungsleiter Hanebeck.
Dieser organisierte unter Mithilfe der Polizei - entgegen der bisherigen Absprache - dass Arbeitswillige einzeln zum Infineon-Werkstor kommen. Ein Pulk von rund 15 arbeitswilligen Ingenieuren, die stechschrittartigartig und unter Flankierung der vor Ort stationierten Polizeikräfte, hat demonstrativ das Werk betreten. Mit diesen Maßnahmen spielen Leute wie Hanebeck mit dem Feuer und provozieren Streikende. Offensichtlich seien Herren mit diesem Strickmuster in einer Zivilgesellschaft überfordert, einen sozialen Konflikt vernünftig auszutragen.
Die IG Metall hofft, dass dies ein einzigartiger Vorfall bleiben wird und fordert die Ordnungskräfte auf, sich nicht als Helfershelfer von Streikbrechern missbrauchen zu lassen. Weder die betriebliche Streikleitung noch die Streikenden und die IG Metall haben ein Interesse an der Verschärfung des Konflikts. Deshalb hat die Streikleitung gestern mit den Verantwortlichen von Infineon eine Vereinbarung getroffen, die einen ordnungsgemäßen Ablauf vor dem Werkstor garantieren soll.
Lischka: „Wir halten uns daran. Das erwarten wir auch von der anderen Seite.“


