... überreicht von den Monteuren an die Verantwortlichen des Metallarbeitgeberverbandes VBM
München, 06. Juni 2005
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mitglied von Gesamtmetall, haben Sie Kenntnis, dass der Bundesmontagetarifvertrag fristgerecht zum 30. September 2004 gegenüber der IG Metall gekündigt wurde.
Seitdem fanden zwischen Gesamtmetall und dem IG Metall Vorstand mehrere Verhandlungen statt, um den Bundesmontagetarifvertrag - einschließlich Auslösungssätze und Fahrkosten - für die Zukunft wieder zu vereinbaren.
Ihrerseits wurde darauf bestanden, dass der 13%ige Montagezuschlag gemäß § 3, Ziff. 3.3 des Bundesmontagetarifvertrages ersatzlos gestrichen wird bzw. sie haben den Standpunkt, dass der 13%ige Montagezuschlag durch den neuen ERA Tarifvertrag abgegolten ist.
Bis zum heutigen Tage gibt es weder einen ERA Tarifvertrag noch ein Verhandlungsergebnis, welches den 13%igen Montagezuschlag regelt.
In der letzten Verhandlung hat Gesamtmetall erklärt, dass weitere Verhandlungen zum BMTV keinen Sinn hätten.
Gegen dieses Verhalten und Ihre Standpunkte protestieren wir.
Der Bundesmontagetarifvertrag regelt Bedingungen für unsere Monteure außerhalb des Betriebes, die nach wie vor auf den Baustellen oder den Betrieben gegeben sind.
Diese sind:
· Häufig wechselnde Arbeitsbedingungen durch die Entsendung an den Montagestellen
· Schwierige Umweltbedingungen, z.B. schlechtes Wetter, Kälte etc., als ein vergleichbarer Betriebsarbeiter.
· Diese Arbeitsbedingungen erfordern im Allgemeinen eine höhere Verantwortung.
Deswegen ist unsere Forderung nach der Fortführung des Bundesmontage-Tarifvertrages einschließlich des 13%igen Montagezuschlages für die genannten Arbeitnehmer zeitgemäß und gerechtfertigt.
Aus diesem Grund fordern wir: nehmen Sie auf bayerischer Ebene die Tarifverhandlungen auf!
Mit freundlichen Grüßen
IG Metall Bezirk Bayern
gez. Bartholomäus Pfisterer
Ihr Ansprechpartner: Bartholomäus Pfisterer, Mobil: 0171/866 92 98


