(Pressedienst 08/2007) Die IG Metall Bayern verstärkt am Mittwoch noch einmal ihre Proteste gegen die geplante „Rente mit 67“. Bei Audi in Ingolstadt werden in allen drei Schichten für jeweils 30 Minuten die Bänder stillstehen. Öffentliche Kundgebungen gibt es u.a. in Aschaffenburg, Amberg, Schweinfurt und Lohr.
Zu Arbeitniederlegungen kommt es auch bei Bosch Siemens Hausgeräte in Augsburg. Kundgebungen vor den Werkstoren finden u.a. bei folgenden Firmen statt: Bosch in Seifen (bei Kempten), Benteler in Regensburg, Hoerbiger Antr GmbH und Zarges GmbH & Co.KG in Weilheim.
Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: „ Wenn die Rente mit 67 kommt und die Regelungen zur Altersteilzeit wegfallen, führt dass alleine in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie dazu, dass rechnerisch 42 000 Jugendliche nach der Ausbildung auf der Straße stehen, weil sie nicht übernommen werden können.“
Derzeit scheiden Beschäftigte im Schnitt mit 60,2 Jahren aus dem Arbeitsleben aus, möglich wird dies durch die von den Arbeitnehmern und Arbeitgeben finanzierten Regelungen zur Altersteilzeit. Wenn der Gesetzgeber – wie angekündigt – die derzeit noch bis 2009 geltende Regelung nicht verlängert und gleichzeitig die Rente mit 67 Realität wird, müssen die Beschäftigten fast sieben Jahre länger arbeiten als bisher und sieben Ausbildungsjahrgänge finden keinen Arbeitsplatz. Jährlich werden derzeit in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie ca. 6 000 Auszubildende übernommen.
In Schweinfurt versammeln sich am Mittwoch um 9.30 Uhr Beschäftigte der Firmen Bosch Rexroth, Horlon, Schaeffler SW, SKF Linear, SKF GmbH, SRAM, ZF Sachs und ZF Trading.
Beschäftigte der Firmen Grammer, Siemens Amberg, Siemens Kemnath, Luitpoldhütte, Rohrwerk MH, Hamm, Hueck Folien und Faurecia demonstrieren am Mittwoch ab 15.00 Uhr in Amberg.
Mitarbeiter der Firmen Linde WI + II, Linde WIII, WIV, Mahle, SAF Keilberg, SAF, Wörth, TRW, Takata Petri, CS, Ziemann, Magna Donnelly und Wika, demonstrieren ab 16.00 Uhr in Aschaffenburg.


