(Pressedienst 76/2006) Im Rahmen einer Aktion vor der Siemens-Zentrale wollen die BenQ-Beschäftigten heute Siemens an seine Mitverantwortung für die bevorstehende Insolvenz von BenQ mobile Deutschland erinnern.
Nach dem gestrigen Schock über die Nachricht der bevorstehenden Insolvenz der deutschen BenQ Tochter richtet sich die Empörung der Beschäftigten jetzt gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, die Siemens AG.
Der Vorwurf der Mitarbeiter: Siemens trägt eine Mitverantwortung an der jetzigen Situation. Wären die Beschäftigten über die tatsächlichen Absichten von Siemens und BenQ informiert gewesen, hätten sie dem Übergang ihres Arbeitsverhältnisses widersprochen. Aus diesem Grund richtet sich heute ihr Protest gegen Siemens. Symbolisch überreichen die Beschäftigten ihrem ehemaligen Arbeitgeber Widersprüche und Schadenersatzforderungen. Auch behalten sie sich juristische Schritte vor.
Harald Flassbeck, 1. Bevollmächtigter der IG Metall München: „Offenbar handelt es um einen schmutzigen Trick, mit dem sich Siemens seiner Beschäftigten entledigt hat. BenQ war offensichtlich für die Drecksarbeit, nämlich das Abwickeln der Siemens-Handysparte, zuständig.“ Die IG Metall München sagt den Beschäftigten ihre Unterstützung zu, „denn, das was jetzt bei BenQ passiert, darf sich nicht wiederholen,“ so Flassbeck.
Pikant: Aktuell sollen schätzungsweise 12.000 Siemens Beschäftigte der Kommunikationssparte Com ausgegliedert werden, sie befürchten das Schlimmste. Deshalb, aber auch aus Solidarität mit den Ex-Kollegen von BenQ, kommen Delegationen zu der Aktion auf dem Wittelsbacher Platz.
Ihre Ansprechpartner vor Ort:
• Harald Flassbeck, 1. Bevollmächtigter der IG Metall München,
Telefon 089 - 514 11 11
• Michael Leppek, Betriebsbetreuer IG Metall München,
Telefon 0160 533 02 12


